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PRESSE - „Der letzte Träumer“ im Sorbischen Kulturzentrum
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Konzertbericht aus Schleife über den Link >>mehr
PRESSE - Berliner Zeitung 16.01.2010
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Auskosten mit Anlauf
Tino Eisbrenner startet die Feiern zum 30. Bühnenjubiläum am Sonnabend in der Wabe
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PRESSE - Nordkurier Haffzeitung 30.11.2009
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"Hinter Ückermünde kommt Brailien"
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PRESSE - Märkische Oderzeitung, 24.11.2009
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"Sanfte Klänge an einem verwunschenen Ort"
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PRESSE - Stadtbote Ückermünde 17.11.2009
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Konzertankündigung
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PRESSE - Prenzlauer Zeitung 10.11.2009
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"Der Mann ist einfach Musik", Artikel von Lisa Martin
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PRESSE - Oderland Echo 15.06.2009
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PRESSE - Rezension des Albums "Forgotten Trail" auf deutsche-mugge.de

Es gibt nicht viele Musiker, die als Teenie-Idol starten, und sich zu einem ernstzunehmenden Künstler weiterentwickeln. Viele bleiben auf der Strecke oder versuchen sich immer und immer wieder rastlos und ruhelos zwischen Musikstilen, die ihnen nicht liegen und scheitern am Ende doch. Diese Eintagsfliegen ohne bleibende Hinterlassenschaft tauchen immer wieder mal auf und sind so schnell vergessen, wie der musikalische Koks, der von ihnen hinterlassen wurde. Ein gutes Beispiel dafür, dass das nicht immer so sein muss, ist Tino Eisbrenner, der uns seine aktuelle CD "Forgotten Trail" hat zukommen lassen. Das Album beweist sehr eindrucksvoll, dass Tino über all die Jahre reif und erwachsen geworden ist. Er hat es nicht nötig, viele Instrumente für seine Songs einzusetzen. Die gesamte Platte besticht durch die tatsächlich vorhandenen Sangesqualitäten Eibrenners. "Forgotten Trails" ist so weit von populärer Teenie-Musik entfernt wie die Erde vom Mond. Das Album ist voller Traditionals und Klassiker der ruhigeren Art, die Eisbrenner in einen völlig neuen Sound übertragen, und mit seiner persönlichen Note versehen hat. Schon der Opener "Spiritual" kommt ohne große Effekte aus. Eisbrenner wird hier lediglich von einem Orgelteppich und Klavierbegleitung getragen. Seine Stimme steht im Vordergrund und haut einen förmlich aus den Schuhen. Sagenhaft, in welche Tonlagen er sich traut und meisterhaft damit spielt! Der Titel ist eine Mischung aus Liedermacher und Gospel und obendrein eine Garantie auf Gänsehaut.
Zu erwähnen seien auch die Songs "Saksaywámán" und "Tata San Juan". Im Original stammen diese Titel von den Quechua-Indianern. Tino hat sich dieser Titel angenommen und interpretiert sie auf seine eigene Art. Er wird dabei lediglich vom Klavier ("Saksaywámán") oder von der Gitarre ("Tata San Juan") begleitet. Gelegenheit, dem Hörer seine kraftvolle Stimme zu präsentieren. Und das muss und tut er auch, denn die Titel verlangen all sein gesangliches Können. Auch einige Klassiker aus der Musikgeschichte begegnen uns auf "Forgotten Trail". So bekommt man Eisbrenners Interpretationen von Leonard Cohen's "Hunter's Lullaby" ("Järgers Lullaby"), Tom Waits' "Grapefruit Moon" ("Grapefruit Mond") oder Eurythmics' "I Saved The World Today" ("Welt Okay"), zu denen Eisbrenner eigene deutsche Texte geschrieben hat. (Anmerkung zweier Kollegen von "Deutsche Mugge": Deutsch? "Lullaby" ist kein Deutsch und "Grapefruit" auch nicht. Das eine heißt "Schlaflied" und das andere "Pampelmuse").
Die Produktion des neuen Albums - bis auf "Grapefruit Mond" (Hotballoon Studio Berlin) und die Bonus Tracks (auf dem Vier Winde Hof) - wurde im Farmlandstudio Neetzka von Sieghart Schubert übernommen. Als Musiker hat sich Eisbrenner neben dem Produzenten Sieghart Schubert (Programming, Strings, Keyboards) Alejandro Soto Lacoste (Klavier, Keyboards, Gitarren), André Drechsler (Gitarre bei "Draußen in den Feldern") und Matthias "Felix" Lauschus (Klavier / Fl.-horn bei "Grapefruit Mond") mit ins Studio genommen. Das Ergebnis kann sich hören lassen. "Forgotten Trail" ist ein wirklich schönes, erwachsenes und rundes Album geworden. Eisbrenner ist schon lange nicht mehr der Junge mit der roten Mütze. Es ist ein Genuss, ihm zuzuhören und man wünscht sich, dass dies auch möglichst viele andere Leute tun werden. Ich kann nur jedem raten, sich "Forgotten Trail" mal zu genehmigen. Zu beziehen ist die CD offensichtlich nur über Eisbrenners Internetseite (wahrscheinlich auch bei seinen Konzerten). Ich habe jedenfalls keine weitere Quelle im Netz entdecken können, die die CD im Angebot hat. Und das sollte sich schleunigst ändern.

(Christian Reder)

PRESSE - Demminer Zeitung, 26.09.2008
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Als "Tänzer über Grenzen", zur Veröffentlichung des Gedichtbandes "Vagabundenherz"
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PRESSE - Musiknacht Mittweida Freie Presse/Mittweidaer Zeitung 27.09.2008
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Musiknacht Mittweida Freie Presse/Mittweidaer Zeitung 27.09.2008
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PRESSE - Demminer Zeitung 09.06.2008
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Weltmusik im Kirchenraum

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PRESSE - Nordkurier 08./09.03.2008
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Lesen ist wie das Öffnen einer Schatztruhe
Tino Eisbrenner hat in Ziesar seine Autobiografie vorgestellt und ist in guter Gesellschaft

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PRESSE - Tino spirituell in Röbel
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Premiere der "Spirituell Tour" im Englischen Hof Röbel

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PRESSE - Melodie & Rhythmus November 2007
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Diesmal ein Interview mit Andrè Drechsler (git.)
PRESSE - Nordkurier 16.06.2007
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PRESSE - Templiner Zeitung 16./17.6.2007
"Lateinamreikanische Klänge im Saloon"
PRESSE - Elbe-Elster-Rundschau 4.10.2006
PRESSE - Malchiner Generalanzeiger 23.9.2006
PRESSE - SuperIllu 18.05.2006
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Gojko Mitic & Tino Eisbrenner: Indianische Weisheiten aus erster Hand
DEFA-Chefindianer Gojko Mitic war für Sänger Tino Eisbrenner der Held seiner Kindheit. Jetzt haben das Idol und sein größter Fan gemeinsam das Hörbuch "Was ist das Leben" produziert. Und SUPERillu ein Doppel-Interview gewährt.
Herr Eisbrenner, warum wollten Sie unbedingt mit Gojko Mitic zusammenarbeiten?
Tino Eisbrenner: Weil er er schon seit frühester Kindheit mein Idol ist... Ich habe mit 5 meinen ersten ndianerfilm gesehen – »Chingachgook, die Große Schlange«. Damit fing alles an und ich war angeknippst. Von da war ich Indianer und bin geistig mit Gojko durch die Prärie geritten und habe angefangen jeden Zeitungsschnipsel über Gojko zu sammeln und die Geschichten nachzuerzählen und aufzuschreiben. Im Kino musste ich sogar schwindeln, weil man da eigentlich erst mit 6 rein durfte. Aber ich wollte den Film unbedingt sehen. Mit sieben bin ich dann mit meinen Eltern nach Bulgarien »verschleppt« worden. Wir haben dort drei Jahre gelebt. Dort sind ja viele Indianerfilme gedreht worden. Das heißt, ich befand mich permanent in diesen Indianerfilm-Kulissen. Und das war toll!
Gojko Mitic: Er war total indianisiert. (lacht)
Tino Eisbrenner: Nach der Wende habe ich mich dann wieder auf meine Indianer-Kindheit besonnen und bin nach Südamerika gereist um richtige Indianerstämme zu besuchen. Da war ich dann in Nicaragua, Mexiko, Chile und habe verschiedene Indianerstämme besucht. Seitdem habe ich einige Indianer-Projekte initiiert.
Und wie haben Sie beide zueinander gefunden?
Tino Eisbrenner: Mir kam irgendwann die Idee eine Platte mit indianischen Gedanken zu machen. Da habe ich eine Platte mit einem mexikanischen Indianer produziert, der auch Deutsch sprach. Der hatte indianische Geschichten gesammelt und zur Musik von mir und einem anderen Produzenten eingesprochen. Das Problem war aber, dass der kein schauspielerisches bzw. rhetorisches Talent hatte. Da ist mir klar geworden, dass wir für die Sache einen Profi brauchen. Da war der naheliegendste Gedanke Gojko Mitic zu fragen, ob er Lust dazu hätte.
Und als Kind sind Sie Gojko Mitic nie über den Weg gelaufen?
Tino Eisbrenner: Nein, das hatte sich leider nie ergeben. Seine öffentlichen Auftritte waren ja eher selten. Und als ich dann selber in der Künstlerszene der DDR aktiv war, habe ich ihn auf Veranstaltungen auch nie getroffen. Das war komisch, denn seine Indianerfilmkollegen habe ich kennen gelernt – nur ihn nicht. Erst als ich ihn wegen dem Projekt angerufen hatte, lernten wir uns endlich kennen. Und als wir dann zusammen arbeiteten, sind wir uns dann zweimal zufällig über den Weg gelaufen.
Waren Sie gleich begeistert von Tino Eisbrenners Idee?
Gojko Mitic: Ich habe die Indianer für ihre Geschichten und Weisheiten immer bewundert. Deshalb war da von meiner Seite sofort Interesse da, so eine CD zu produzieren. Ich finde es toll, dieses Sachen vielen Menschen zugänglich zu machen. Und die Frage aufzuwerfen: »Was ist eigentlich wichtig im Leben?«
Drei Worte zur CD?
Gojko Mitic: Es ist ein Hörbuch mit passender Instrumentalmusik. Die Musik hat Tino mit seinem Gitarristen Andre Drechsler zusammen komponiert. Als ich die Texte eingesprochen habe, hatte ich die Musik schon im Ohr – und ich hab dann improvisiert und die Texte darauf gesprochen. Ich habe versucht die Texte so zu interpretieren wie ich sie fühle. Tino saß während dessen in meinen Regiestuhl, hat zugehört und mir Anweisungen gegeben. (lacht)
Das ganze ist in meinem »Spezialatelier« entstanden. (beide kichern)
Ja, und was meinen Sie mit Ihrem »Spezialatelier«?
Gojko Mitic: Meine Sauna im Haus. Das ging super dort. Weil die toll isoliert ist. Das ist eine Sprecherkabine par excellence! Ich saß dann in der Sauna und hab die Texte eingesprochen.
Wie lange habt ihr für die CD gebraucht?
Tino Eisbrenner: Gojko war ziemlich flott. Das Einsprechen war an zwei Tagen erledigt. An der Musik haben wir dann noch einige Wochen gefeilt.
Woher stammen die Texte eigentlich?
Tino Eisbrenner: Das sind alles gesammelte traditionelle indianische Texte, von verschiedenen nordamerikanischen Indianern.
Gojko Mitic: Das ist ein schöner Querschnitt von Alltags-, Natur- und zwischenmenschlichen Geschichten. Jeder Text enthält eine Botschaft. Man muss sich aber wirklich Zeit nehmen, die CD zu hören. Das geht nicht so nebenbei. Die Musik ist auch perfekt zu jedem Text abgestimmt. Dazu kann man auch schön meditieren.
Tino Eisbrenner: Dass die Platte so gut geworden ist, liegt aber auch am Sprecher. Es war uns wichtig, dass wir jemanden finden, der die Texte authentisch transportiert. Und dass Gojko auch noch ein Sympathieträger ist, war natürlich obendrein noch ein Bonus. Wir haben aber auch bewusst darauf geachtet, dass sich die CD nicht nur an Gojko- und Indianerfans richtet – sondern an jeden.
Gojko Mitic: Ich finde, dass ist echt eine schöne Sache. Vor allem weil es so etwas noch nicht gibt. Viele Menschen kennen solche Indianertexte nicht - Geschichten, Aphorismen. Aber da steckt so viel Weisheit drin.
Tino Eisbrenner: Die CD beginnt so: „Großer Geist, bewahre mich davor jemanden zu verurteilen, bevor ich nicht mindestens eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“ Das stammt von einem großen Apachen-Krieger – und er hat vollkommen recht. Die CD bietet richtige Kopfnahrung – und dazu Unterhaltung und Entspannung. Sie bringt sie zum Nachdenken und sie werden geerdet. Die europäische Zivilisation ist ja schon vom Boden abgehoben. Wir haben ja total die Spiritualität verlernt – verstehen uns nicht als Baustein der Natur und haben unsere Demut vor der Natur verloren. Wir sind oft orientierungslos und wissen nicht wohin mit uns.
Gojko Mitic: In den Gedanken steckt so viel Demut drin. Das hat mich schon immer fasziniert. Als ich klein war und die John Wayne Filme gesehen habe, wollte ich nur zu den guten Cowboys gehören. Die Indianer wurden uns ja als böse Rothäute verkauft. Meine Meinung hat sich aber grundlegend geändert, als ich »Die Söhne der großen Bärin« gelesen habe. Die hatte ja mit den Indianern gelebt. Von da an wollte ich noch mehr über Indianer erfahren – wie sie leben, was sie denken, was steckt dahinter...
Susanne Groth 
Fotos:  Kowalski
PRESSE - Friedersdorf Kunstspeicher 5.11.2005

6.11.2005 "Märkischer Sonntag"
7.11.2005 "Märkische Oderzeitung"

PRESSE - Greifswalder Zeitung vom 28.Februar 2005

PRESSE - Mitteldeutsche Zeitung - Pop aus Mecklenburgs Prärien

Pop aus Mecklenburgs Prärien

Teenie-Star kehrt mit einem neuen Album namens «Mango» als Weltmusiker zurück VON Steffen Könau, 23.06.04 Woldegk/Halle/MZ. Die rote Mütze, die einst sein Markenzeichen war, hat er weggeworfen. Die Band, mit der er den ostdeutschen Pop-Thron eroberte, nie wieder zusammengerufen. Tino Eisbrenner, mit seiner Gruppe Jessica und dem Hit "Ich beobachte Dich" in den 80er Jahren das DDR-Gegenstück zu West-Stars wie Ideal, nahm die Wende als Chance. Statt mühevoll zu versuchen, mit alten Liedern neue Fans zu erreichen, verschwand das Teenie-Idol. In Mexico lebte Eisbrenner bei Indianern in Yucatan, er bereiste die USA und sammelte neue Ideen und musikalische Eindrücke.
Die finden sich nun auch auf "Mango", Eisbrenners viertem Solo-Album, das der 42-Jährige mit alten Freunden wie dem Gitarristen André Drechsler und dem Akkordeonspieler Tobias Morgenstern (L'Art de Passage) eingespielt hat. Der Name der CD meint dabei weniger die Frucht Mango, sondern mehr ein Wortspiel mit dem englischen "Man Go". Denn so sieht sich Eisbrenner, der seit einigen Jahren mit Ehefrau Jana, seinen drei Kindern und Katze Kuschel auf einem alten Bauernhof inmitten der mecklenburgischen Prärien lebt. Ein Mann, der seinen Weg geht, ein Songpoet, dem es mehr darauf ankommt, verstanden, als um jeden Preis gehört zu werden. Leise Lieder hat er geschrieben, die zuweilen dennoch vor Zorn dampfen. Tino Eisbrenner, ein freundlicher Mann mit Indianerschmuck um den Hals, hat auf seinen Reisen nicht nur musikalisch dazugelernt. Der Pop-Einsiedler, der seine einsame Resthof-Ranch bei Plath romantisch den "Vier-Winde-Hof" nennt, mag sich nicht versöhnen mit der Moderne. Trotzig behauptet Eisbrenner, dass ein Leben "weit hinter der Zeit" (Liedtitel) möglich ist.
Ein Leben wäre das, nah an der Natur. Ein Leben, in dem die Menschen nicht Aktienkurse verfolgen, sondern den Vogelflug, nicht Politikersprüchen folgen, sondern ihren Träumen. "Wenn du nicht mehr weißt, was Freiheit heißt", reimt der Künstler, "fehlt nur noch ein großer Schritt".
Bei ihm ist die Musik davor und das Engagement für Dinge, die ihm wichtig sind. Längst ist Tino Eisbrenner Mittelpunkt eines multimedialen Paralleluniversums. Mitten in Mecklenburg sitzt er und macht sich mit dem Verein Big Circle stark für die Interessen von Indianervölkern überall auf der Erde. Eisbrenner hat Bücher geschrieben, mit Gojko Mitic eine Hörbuch-CD produziert, mit dem City-Geiger Joro Gogow als "Der wilde Garten" gespielt. Neuerdings ist er auch noch Mitherausgeber des neuen, alten Musikmagazins Melodie & Rhythmus geworden.
Fast zu viel für einen allein - für Eisbrenner aber offenbar noch lange nicht genug. Denn nebenher veranstaltet der Mann, der wegen seiner unverwechselbaren Stimme seinerzeit als Sting der DDR galt, jeden Juni ein Festival mit Musikern aus aller Herren Länder. Das Weltmusik-Ereignis, dem der mit Eisbrenner befreundete mexikanische Schamane Agustin den Lakota-Begriff "Heyoka" als Namen spendierte, findet am Wochenende auf Eisbrenners Kulturgut in Plath statt. Dabei sind Tobias Morgenstern und Detlef Bunk aus Deutschland, Corinne Douarre aus Frankreich, Assi Assime aus Togo und zahlreiche andere Musiker. Mit ihnen wird Tino Eisbrenner sieben Stunden lang musizieren - alte Lieder und neue, fremde und eigene. Und hinter der kleinen Bühne im Hof werden seine Gäste den Vogelflug beobachten können.
PRESSE - HEYOKA - Ein(e)- Welt-Beat-Fest bei Eisbrenner

ND 16.06.2004 
HEYOKA - Ein(e)- Welt-Beat-Fest bei Eisbrenner

»Musik statt Krieg« war im vorigen Jahr das Motto des ersten Friedensfestes auf Tino Eisbrenners Vier Winde Hof im Mecklenburg-vorpommerschen Plath (Nähe Woldegk). Dass sich das Fest auf Grund unerwartet vieler Besucher zu einem kleinen Festival auswachsen würde, hatte vorher niemand ahnen können. In diesem Jahr sollte dieses Fest(ival) der Weltmusik nun einen eigenen Namen bekommen. Der mexikanische Schamane Agustin schenkte dem Vier Winde Hof ein riesiges Tipi und gab dem Festival den Namen »HEYOKA Ein(e)-Welt-Beat-Festival«. Das Wort »Heyoka« stammt aus der Sprache der Lakota und bezeichnet indianische Schamanen, die auf eine ganz besondere Weise gegen Konventionen opponieren. Sie waschen sich mit Sand und trocknen sich mit Wasser ab. Sie sitzen rückwärts auf Pferden oder fahren im Rückwärtsgang die Highways entlang. Sie sagen »Guten Tag«, wenn sie »Auf Wiedersehen« meinen und umgekehrt. Durch die aus diesen »Verrücktheiten« resultierende Fremdsicht auf alltägliche Dinge entsteht eine schamanische Kraft, die den Indianern wichtig und sogar heilig für das Verstehen des Lebens ist.
»Auch wir können von Zeit zu Zeit solche Fremdsichten brauchen«, meint der Musiker und Texter Eisbrenner, der mit seiner Musik selbst viel in fremden Welten wandelt und vor drei Jahren seine Geburtsstadt Berlin verließ, um in dem kleinen Dörfchen Plath ein Kulturgut zu errichten.
Am 26. Juni wird das Eine(e)-Welt-Beat-Fest(ival) HEYOKA in Plath seine Tore öffnen. Mit dabei sind Tino Eisbrenner, Tobias Morgenstern und Detlef Bunk aus Deutschland, Corinne Douarre aus Frankreich, Joe Cang aus Großbritannien, Assi Assime aus Togo, Luti Hora aus Bulgarien, Suzanna aus Russland und José Miguel Marquez aus Chile. Programm für Kinder und Kulinarisches aus aller Welt inclusive.

PRESSE - Super Illu - Kurze Plattenrezension zu Mango
Kurze Plattenrezension zu "Mango"
PRESSE - Neubrandenburger Festival mit Weltmusik im Grünen
Neubrandenburg (dpa) Sieben Stunden Weltmusik im Grünen gibt es am 26. Juni auf einem Hof in Plath nahe Neubrandenburg. Auf dem Festival „Musik statt Krieg“ präsentieren sich Künstler aus Frankreich, Bulgarien, Großbritannien, Chile und Deutschland. Der Musiker Tino Eisbrenner, der auf dem Hof lebt, wird zusammen mit dem Folkmusiker José Miguel Marquez auftreten. Es würden Musikfans aus ganz Deutschland erwartet, sagte Eisbrenner gestern.
PRESSE - Lausitzer Rundschau - Comeback einer Printlegende

Comeback einer Printlegende
Das aus der DDR bekannte Magazin „Melodie & Rhythmus“ neu aufgelegt
Wo es, wie in der DDR, in der Popmusik nicht zur Weltspitze reichte, war natürlich auch die Popkritik nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Doch es gab sie immerhin, und ihr Zentralorgan hieß „Melodie & Rhythmus“. Als Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik erschien es erstmals 1957 und widmete sich in der Folge einem breiten Spektrum vom Dresdner Schlagerfestival über die Blues-Historie bis zu Porträts nationaler und internationaler Popstars.

Weil die Zeitschrift damit quasi eine Monopolstellung inne hatte, gehörte sie zu den begehrtesten Printerzeugnissen der DDR. Die Auflagenhöhe (1989: 270000) wurde allein durch das Papierkontingent begrenzt. Nach der Wende, als mit dem internationalen Pop auch die westdeutschen Musikzeitschriften ins Land kamen, war jedoch Schluss. 1991 wurde die „Melodie & Rhythmus“ eingestellt.

13 Jahre später erlebt sie nun eine Auferstehung. Christian Hentschel, der in den 90er Jahren mit „Gaffa“ erstmals ein Musikmagazin herausgab und später unter anderem diverse Bücher („Der Musiker-Guide“) verfasste, hat vom Berliner Henschel-Verlag die Titelrechte erworben und das Magazin neu aufgelegt. Die erste Nummer der vorerst vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift gibt es mittlerweile für 3,90 Euro an ausgewählten Kiosken und im Abo (www.melodieundrhythmus.com).

„Natürlich hoffen wir, dass der alte Name auch manchen Leser von früher neugierig macht, aber wir pflegen keineswegs ein Ostalgiekonzept. Wir schauen auf die nationale und internationale Rockmusikszene, allerdings mit einem besonderen Blick auf das, was in der ostdeutschen Musikszene passiert. Schließlich kennen wir uns hier besonders aus und wollen den Standortvorteil nutzen“, erklärt der 36-jährige Berliner die Ausrichtung des Magazins. Auch unter diesem Aspekt hat er sich als einen von zwei weiteren Herausgebern den ostdeutschen Musiker Tino Eisbrenner ins Boot geholt.

Tatsächlich spiegelt der Inhalt des 116 Seiten starken Premierenhefts das Ansinnen der in Berlin ansässigen Redaktion deutlich wider. Ausführlicheren Artikeln über Dirk Zöllner oder IC Falkenberg (die Puhdys tauchen nicht auf) stehen Beiträge gegenüber, die weit über den ostdeutschen Tellerrand (Interviews mit Lenny Kravitz und Alanis Morissette, Szenereport Island) hinaus blicken. Das Musikgeschehen global beobachten und dabei den Aus- und Nebenwirkungen im Regionalen nachzuspüren, so könnte man die Maxime der „M&R“-Macher wohl zusammenfassen.

Dass gerade jene Musiker, die sich von den überregionalen Medien zuweilen immer noch etwas stiefmütterlich behandelt fühlen, spezielle Sympathien für eine im Osten verankerte Musikzeitschrift hegen, wird Donnerstag besonders deutlich. Dann treten nämlich unter anderen Dirk Zöllner, André Herzberg und Green Street Green bei einer Art „M&R“-Comeback-Konzert in Berlin auf. Es soll der Anschubfinanzierung des Projekts zugute kommen, denn der Neustart der Printlegende basiert allein auf dem unternehmerischen Wagemut und der finanziellen Risikobereitschaft der Herausgeber.

Das ändert nichts am hohen Qualitätsanspruch, der trotz aller Begrenztheit der Mittel mit Hilfe erfahrener Musikjournalisten erfüllt werden soll. Ob sich die neue „Melodie & Rhythmus“ tatsächlich am Markt behaupten kann, wird natürlich letztlich das Lesepublikum entscheiden. Bei entsprechender Resonanz soll sie ab Dezember zweimonatlich erscheinen.

Von Gunnar Leue

PRESSE - Ostsee-Zeitung - Musikalischer Weltenwanderer auf Burg Stargard
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Musikalischer Weltenwanderer auf Burg Stargard

Plath (OZ) Tino Eisbrenner geht wieder auf Tour. Der 40-Jährige feiert ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren steht er auf der Bühne. In diesen Jahren wandelte er durch die Genres: Pop, Rock, Chanson, Weltmusik, Jazz, Singer-Songwriter. Und er schrieb ein erstes Buch.

Heute spielen Tino Eisbrenner und Band auf der Burg Stargard (21.00 Uhr; Kartenvorbestellung: Tel.: 039603 / 2700). Acht Musiker werden ihn auf der Bühne begleiten: Deutsche, Bulgaren, Afrikaner, Araber. Einem offenen Weltmusik-Projekt gleich. Tino Eisbrenner wird mit aufwendiger Show die großen Hits von Jessica, Der Wilde Garten und Eisbrenner solo zelebrieren.

Angefangen hat er 1983 als Sänger mit der roten Mütze in der DDR-Newcomer-Band Jessica. Selbst Nicht-Eisbrenner-Fans ist der Ohrwurm „Ich beobachte dich“ ein Begriff. Jessica zerbrach 1986. Den Kulturlenkenden ein Dorn im Auge, wurden die jungen Wilden nach erfolgreichen Auftritten in ganz Osteuropa zum Grundwehrdienst geschickt.

Ohne Jessica suchte der Texter und Sänger Eisbrenner sein Glück auf Solopfaden. Bisher veröffentlichte er vier Solo-Alben. Dennoch fand er genug Zeit und Kraft, ein anderes Bandprojekt ins Leben zu rufen. Zusammen mit dem Teufelsgeiger von City, Georgi „Joro“ Gogow, gründete er 1997 Der Wilde Garten (DwG), ein offenes Weltmusik-Projekt. Hits wie „Magier“, „Chan Chan“ oder „Koffer drin“ entstanden.

Nach zwei erfolgreichen Alben folgte die überraschende Ausweisung aus dem Wilden Garten. Eisbrenner würde seine Solo-Laufbahn vor die Bandkarriere stellen. Tino Eisbrenner hat die Worte Joros noch im Ohr. Der Texter und Sänger antwortet nun: „Joro hat mir was gestohlen, mit meiner neuen Weltmusikband stehle ich es mir zurück.“

Für Eisbrenner ist das Konzert vor den Toren von Neubrandenburg fast ein Heimspiel. Seit knapp zwei Jahren wohnt er mit seiner Frau Jana und drei Kindern in Plath, einem verschlafenen Dorf irgendwo zwischen Neubrandenburg und Woldegk.

Eine Flucht aus der hektischen Metropole Berlin. Eine Flucht vor Lärm, Menschenmassen, Zerstreuung, Anonymität. Tino Eisbrenner fühlt sich wohl in M-V. „Landhof und Natur halten mir das Gleichgewicht in meinem Zigeuner-Dasein.“

Ein paar Enten watscheln über den Hof. Die Katze „Kuschel“ macht ihrem Namen alle Ehre. Das Großstadtkind Tino Eisbrenner fachsimpelt, ob nicht zwei Hähne bei zwölf Hühnern zu viel seien. Auf dem Eisbrenner-Hof fehlt noch der Hund, der ihn schwanzwedelnd kneift oder bufft, wie er in „Heut ruht der See“ besingt.

Das Jahr 2003 ist viel zu kurz für den Sänger, Manager, Label-Chef und Kosmopolit. Im Berliner Studio seiner Mañana Records soll sein fünftes Solo-Album Konturen annehmen. Als Vorsitzender im Big Circle International (Verein zur Unterstützung indigener Kulturen) will Tino Eisbrenner Projekte in Chile voran bringen.

Auswandern kommt für den Indianer-Freund nicht mehr in Frage. Tino Eisbrenner sieht sich als Weltenwanderer, als Reisender, als Botschafter zwischen den Kulturen. Und diese Wege könnten ihn zurück zur Gruppe Jessica führen, „wenn die Band etwas entwirft, was ich nicht auch solo umsetzen kann.“ Einen Wiedereinstieg beim Wilden Garten schließt er ebenso nicht aus. „Ich bin ein untypischer Skorpion. Ich kann mich gut versöhnen.“

PRESSE - mdr Nachrichten - Früheres DDR-Musikmagazin

"Melodie & Rhythmus" kehrt an Kiosk zurück

Das Tanz- und Unterhaltungsmagazin "Melodie & Rhythmus" aus der DDR ist ab Freitag wieder erhältlich. Drei frühere Fans des Magazins wagen nach 14 Jahren ein Comeback des einst oft ausverkauften Fachblatts in Miniformat und schwarz/weiß.

Die neue "Melodie & Rhythmus" widmet sich wieder dem Jazz, Rock, Pop, Folk und Folklore. Neu sind Beiträge über Hörbücher. Es gibt Artikel über Künstler, Interviews und Plattenkritik. Hauptaugenmerk legen die rund 20 Musikjournalisten dabei vor allem auf Musiker aus den einstigen sozialistischen Ostblock-Staaten. Das Blatt will nach Aussagen von Herausgeber Hentschel den Künstlern Platz einräumen, die in der DDR eine große Rolle spielten, inzwischen aber in Vergessenheit geraten sind.
In der Startausgabe widmet sich das Magazin dem Werdegang der ungarischen Sängerin Zsuzsa Koncz. "Melodie & Rhythmus" berichtet aber auch über Musiker, die zwar nicht aus den sozialistischen Staaten kamen, dort aber einen Karriere-Schub hatten, wie die kanadischen Hardrocker von Saga. Nach Angaben von Hentschel geht es den Blattmachern vor allem darum, mit der neuen "Melodie & Rhythmus" die Leser an vergangene Zeiten und Musikvorlieben zu erinnern, ohne in Nostalgie zu schwelgen.

Deshalb gibt es auch immer wieder Neues von Künstlern zu erfahren, die keinen starken Bezug zu Ostdeutschland haben. Das zeigen im ersten Heft Interviews mit der kanadischen Rocksängerin Alanis Morissette, Lenny Kravitz und Faithless.

Auflage 1990 eingestellt

Von der DDR-Musikzeitschrift sind der Name und die Mischung von Farbe und schwarz/weiß geblieben. Das Logo ist neu, denn "Melodie & Rhythmus" soll eine moderne Zeitschrift sein. Sie soll vierteljährlich erscheinen und 3,90 Euro kosten.

"Melodie & Rhythmus", das einzige Musikmagazin der DDR, erschien erstmals 1957. In der Zeitschrift gab es Nachrichten und Porträts von nationalen und internationalen Künstlern sowie Berichte über Neuerscheinungen des DDR-Plattenlabels Amiga. Nach dem Mauerfall übernahm der Henschel Verlag Berlin die Herausgabe. Wegen stark sinkender Auflage wurde das Magazin jedoch 1990 eingestellt.

PRESSE - Märkische Allgemeine - DREI
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DREI "PUHDYS"-GENERATIONEN ALS AUFTAKT DES BRANDENBURGER WASSERFESTES

Legendärer Rock am See
PRESSE - Mitteldeutsche Zeitung - DDR-Musikblatt im neuen Look
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DDR-Musikblatt im neuen Look auf dem Markt von Sophia-Caroline Kosel

An den Zeitungskiosken hat im Mai eine ehemalige DDR-Zeitschrift ihr Comeback: «Melodie & Rhythmus» (m&r), einst oft ausverkauftes «Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik». Die Musikzeitschrift mit einer Startauflage von 15 000 Exemplaren kostet 3,90 Euro und soll zunächst vierteljährlich erscheinen. «Sie ist eine Zeitschrift mit ostdeutscher Geschichte und wird sich jenen verpflichtet fühlen, die eine ebensolche Geschichte haben - Künstlern und Lesern», sagt der 36 Jahre alte Musikjournalist Christian Hentschel, einer der beiden m&r-Herausgeber.

Seit 1957 erschien das einzige DDR-Musikmagazin monatlich; zunächst im Miniformat, später in A4-Größe. Abgesehen vom farbigen Cover und dem begehrten bunten Poster in der Heftmitte wurde sie in schwarz/weiß gedruckt. In der m&r gab es Nachrichten und Porträts von nationalen und internationalen Künstlern und Berichte über Neuerscheinungen des DDR-Plattenlabels Amiga. Nach dem Mauerfall übernahm der Henschel Verlag Berlin die Herausgabe der Zeitschrift. Wegen des damals rapide gesunkenen Interesses an DDR-Medien stellte er 1990 «Melodie & Rhythmus» ein.

Journalist Hentschel, unter dessen Regie schon die Musikmagazine «gaffa» (1996 bis 2001) und «Cab Nightflight» (2001 bis 2003) entstanden, wagt sich nun zusammen mit dem Musiker Tino Eisbrenner und dem Layouter Andreas Fack an das Comeback des Blattes. «Ostgeborene Musiker können heute in den Medien nichts mehr über ihre Musik erzählen. Gefragt sind meist nur noch Details aus ihrem Privatleben», berichtet Eisbrenner, der aus eigener Erfahrung spricht: Der in Mecklenburg-Vorpommern lebende 41-Jährige war Sänger der DDR-Band «Jessica» («Ich beobachte Dich»). Mit dem Fall der Mauer verschwand der Name des Musikers aus den Medien, obwohl er noch immer regelmäßig als Popsänger und Chansonnier auf der Bühne steht und Alben produziert.

Die Leser von m&r sollen erfahren, welchen Weg Musiker aus den einstigen sozialistischen Ost-Block-Staaten eingeschlagen haben. «Es geht um Künstler, die in der DDR eine große Rolle spielten, aber inzwischen in Vergessenheit geraten sind», sagt Eisbrenner. In der Startausgabe erfahren die Leser zum Beispiel etwas über die ungarische Sängerin Zsuzsa Koncz. Die Zeitschrift widmet sich auch Künstlern, die zwar nicht aus den sozialistischen Staaten kamen, aber dort einen speziellen Karriere-Schub bekamen - wie die kanadischen Hardrocker von SAGA.

«Es wird uns großen Spaß machen, die Leser an diese Dinge zu erinnern, ohne in Nostalgie zu schwelgen», sagt Eisbrenner. Die Rubrik dafür heißt «Perlentaucher». Auf den fast 100 Seiten von «Melodie & Rhythmus» gibt es aber auch Neues von Künstlern, die keinen solch starken Bezug zu Ostdeutschland haben. «Es wird uns ebenso Spaß machen, Alanis Morissette zu interviewen», sagt der Musiker. In der Startausgabe gibt es ein Interview mit der kanadischen Rocksängerin - sowie mit Lenny Kravitz und mit Faithless.

Das Blatt, das in Berlin produziert wird und am 14. Mai auf den Markt kommt, widmet sich den Genres Jazz, Rock/Pop und, Folk/Folklore - und auch Hörbüchern. Es gibt Artikel über Künstler, Interviews und Plattenrezensionen. Zum Team gehören rund 20 Musikjournalisten. Die komplette erste Ausgabe der neuen Illustrierten ist über Anzeigen finanziert. Geblieben sind von der DDR-Musikzeitschrift der Name, die Internationalität und die Mischung von Farbe und schwarz/weiß-Druck. Neu ist das Logo. «Es wird eine moderne Zeitschrift», sagt Eisbrenner.

PRESSE - Mitteldeutsche Zeitung - Melodie und Rhythmus
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Artikel zum Erscheinen der "Melodie und Rhythmus"
PRESSE - Nord Kurier
NordKurier Artikel
PRESSE - Blitz!

Oberklasse wandelte, hat sich viel in außereuropäischen WElten herumgetrieben - zumindest im musikalischen Sinne. Eine ganze Reihe hochkarätiger Musiker hat ihn dabei begleitet, allen voran sein langjähriges musikalisches Alter Ego André Drechsler, der die meisten Kompositionen lieferte. Es ist beeindruckend, welche Bandbreite an instrumentaler Stilistik in das Album eingeflossen ist. Dabei hört sich das Ganze keineswegs überfrachtet oder didaktisch an. Texte und Musik atmen eine wunderbare Leichtigkeit, die aber nie beliebig ist und sich auch vor gesellschaftlich konkreten Aussagen nicht scheut. Am Ende erklingt hier mehr und nicht weniger als fluffiger und verdammt intelligenter Pop. Zu intelligent und zu wenig marktschreierisch freilich, als das er die abgestrumpften Ohren des Mainstreams erreichen und erweichen wird. Musik für den Garten der Freunde.

PRESSE - Ostsee Zeitung - Schweriner NDR fördert Eisbrenner und KEMP
Ostsee Zeitung; 02.04.2004 , Seite 10

Schweriner NDR fördert Eisbrenner und KEMP
Schwerin (OZ) "Musik aus unserem Land" heißt ein Projekt bei NDR 1 Radio MV, das seit zwei Jahren jungen und auch nicht mehr ganz so jungen Sängerinnen und Sängern eine Plattform für ihre Arbeit gibt. Unter gleichem Titel gab es am Mittwochabend im Landesfunkhaus in Schwerin ein kleines Konzert mit den geförderten Talenten dieses Jahres: Tino Eisbrenner aus der Gegend um Neubrandenburg und KEMPdas ist Elise Kemp aus der Nähe von Torgelow.
Eisbrenner - zu DDR- Zeiten bekannt mit seiner Band "Jessica"nennt sein neues Album "Mango". Eindrücke aus anderen Kulturen fließen in seine Musik ein, die sehr eigenwillig und eigenständig ist. Seine nachdenklich- poetischen Texte, fernab von jedem Weltschmerz, eher pointiert-ironisch, bereichem die Musikfarbe im Programm von NDR 1 Radio MV.
KEMP ist gerade 18 Jahre jung. Sie gewann einen Wettbewerb in Ueckermünde, versucht sich nun auf dem großen Markt und weiten Feld des Show-Geschäfts.
"Wir vom NDR wollen jungen Lauten Starthilfe geben," sagte Landesfunkhausdirektor Gerd Schneider zur Begrüßung und ergänzte: "Ihr eigenes Segment, ihren Platz im Markt müssen die Künstler dann selbst finden." Für KEMP noch ein eher langer Weg.

K. GUSTMANN

PRESSE - Sächsische Zeitung

Sächsische Zeitung
Montag, 1. März 2004

Kein Allerweltsklang
Tino Eisbrenner gastiert im Großenhainer Schloss
Von Harald Kühne

„Ich beobachte dich“. Diesen Superhit landete Tino Eisbrenner in den 80er Jahren und machte ihn bekannt. Am Freitag stellte er vor rund einhundert Zuhörern sein nun schon achtes Album „Mango“ vor. Das letzte Mal spielte er vor vier Jahren in der Kreisstadt im Alberttreff. „Da gab es dieses Haus noch nicht“, erinnert er sich anerkennend. Was dann folgte, war eine Reise durch sein bisheriges musikalisches Schaffen. Viel Neues war dabei, aber auch die schönen Balladen aus DDR-Zeiten. Der Funke sprang spätestens bei „Schenk mir die Sonne, schenk mir das Leben“ und der „Schnee soll fallen“ über. Tinos Nachnamen scheint Programm zu sein. Eisbrenner – er kann kalt wie Eis und eben auch heiß wie ein „Brenner“ sein. Zuletzt bringt er das Eis zum Schmelzen. Einfach mit seiner Musik, ohne großen Schnickschnack und mit einer Super-Liveband. Die Zuhörer, auch viele Riesaer, die Eisbrenner bei der letzten Kneipennacht erlebten, waren dabei. Sie wippten im Takt und bei den eigenen Versionen internationaler Klassiker wurde sogar getanzt. Mit der Single-Auskoppelung „Mango“ gab es dann sogar eine Welturaufführung in Großenhain. Denn diese war einen Tag zuvor auf dem Markt erschienen. Eisbrenner hofft, so wörtlich, „dass sie auch den Weg in die sächsischen Plattenläden findet“. Da teilt er wohl das Los vieler exzellenter Livemusiker. Seine Kompositionen sind eben keine Allerweltsmusik. Doch Tino ist vielseitig. Selbst Brecht und Tucholskyprogramme hat er drauf. Damit füllt er zwar keine Stadien, aber voriges Jahr in Berlin bei der Großdemo gegen den Irakkrieg hörten ihm und den Puhdys Hunderttausende zu. Seine Texte sollte man ruhig einmal nachlesen.

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PRESSE - Ostseezeitung - Weite und Tiefe in Prosa, Lyrik und Musik

Weite und Tiefe in Prosa, Lyrik und Musik
Tino Eisbrenner bereitet Tour-Auftakt und Hörbuch vor
Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Schulz

Plath. Das Wort "Karriere" spricht Tino Eisbrenner mit unverhohlener Distanz aus. Suspekt ist dem Musiker und Autor dieser kommerziell behaftete Begriff für die Tatsache, dass er seit 20 Jahren ein Publikum erobern, bewegen, mitreißen kann. Um so dankbarer aber ist der 41-Jährige, dass eben dieses Publikum "einem Künstler erlaubt, sich zu verändern".
Vom sympathischen "Jungen mit der roten Mütze" und den eingängigen Popsongs hat es Eisbrenner längst zu einem anerkannten Songpoeten gebracht, der nach vielgestaltigen, weltmusikalisch beeinflussten Projekten auch im nächsten Jahr mindestens zweifach mit Neuem in Erscheinung treten will. Am 10. Januar beginnt die Tournee zum Album "M.a.n.g.o", dessen Single-Auskopplung "(F)rohe Weihnacht" bereits erhältlich ist. Bei der Konzertpremiere im Schauspielhaus Neubrandenburg wird Eisbrenner nicht nur mit großer Band (unter anderem einem neuen, aus der Viertorestadt stammenden Keyboarder), sondern auch mit Akkordeon-Könner Tobias Morgenstern auf der Bühne stehen. Und natürlich wie gewohnt mit seinem brillanten musikalischen Ur-Partner André Drechsler.

Porträt per CD

Der Gitarrist ist auch unverzichtbar beteiligt an einem weiteren Projekt: "Auf neuen Wegen ist es gut, wenn man alte Freunde bei sich hat", kommentiert Eisbrenner die Vorbereitung für die CD ...... wörtlich", deren Aufnahmen in den vergangenen Wochen bei Live-Auftritten, zum Beispiel ausverkauften Veranstaltungen in Neustrelitz und Greifswald, mitgeschnitten wurden.
Prosa, Lyrik und Musik soll die Scheibe zu einem Porträt des Künstlers Tino Eisbrenner vereinen. Die ursprüngliche Idee, Passagen aus seinem 1997 erschienenen Buch "Achterbahn oder Wie viele Leben hat ein Stern" (Verlag Micado, 16 Euro, ISBN 3-931891-09-7) als Hörbuch einzulesen, erwies sich bald als "zu klein" - zumal seither so viele neue Texte entstanden sind und weiter entstehen.
So erfahren die Zuhörer nicht nur vom Siebenjährigen, der mit Formeln von der siegreichen Roten Armee und den Abenteuern des Chingachgook aufwächst und sich auf "Sofia in Afrika" freut, als die Eltern statt auf den Schwarzen Kontinent eher ans Schwarze Meer versetzt werden. Sie erleben ein spannendes Duell im Hallenser Straßennetz, beißende Gegenwartsdiagnosen, aber auch zitat- und bilderreiche Lyrik vom Lieben und Verlieren; empfinden wie Vertrauen entsteht oder Vertrautheit schwindet. Weite und Tiefe atmen die Texte und haben das Zeug, musikalische und literarische "Zielgruppen" zusammenzuführen. Schade, dass dies wieder so ein Kommerz-Wort ist ...
Tournee-Premiere am 10. Januar im Schauspielhaus Neubrandenburg, weiteres Konzert am 16. Januar im Gasthaus zum Mühlengraben in Bugewitz.

PRESSE - Ostseezeitung (Lesung)

Von Sandaletten und Schlüsselerlebnissen
Tino Eisbrenner gastierte im Literatursalon

Greifswald. Drei Härtetest, auch "Schlüsselerlebnisse" genannt, hätte es gegeben, die der Band Jessica bei Auftritten alles abverlangten. Einer, so erzählte deren ehemaliger Sänger Tino Eisbrenner, seien die "Sandaletten" gewesen: Überaus "intolerante Musikkonsumenten", die wenn sie die Band überhaupt wahrnahmen, rumpöbelten. Um diese zu besänftigen, wichen die Jungs dann schon mal von ihrem Programm ab und stimmten Zz Top-Nummern und Police-Lieder mit Sting an: Das war nur eine von vielen Geschichten, die Tino Eisbrenner den Zuhörern erzählte, als er mit seinem neuen Programm "... Gras wird ewig wachsen über allem" im Literatursalon auftrat.
"Es ist das erste Mal, dass ich mit vorwiegend eigenen Texten auf die Bühne gehe. Das heißt aber nicht, dass ich weniger singen werde", sagte Tino Eisbrenner. Er stellte an diesem Abend, souverän begleitet von André Drechsler, einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis: las, erzählte und sang, blickte zurück, richtete den Blick nach vorn.  So erzählte er von den Scherereien von Jessica mit der Stasi, beschrieb die Entstehung des aus der Not geborenen Hits "Bring mir die Sonne", nachdem der sogenannte Stasi-Song "Ich beobachte Dich" bei einem Festival nicht aufgeführt werden durfte, oder aber er nahm die chaotische Verkehrsführung in Halle auf Korn. Tino Eisbrenners Theorie: Halle hat nur deshlab so viele Besucher nicht mehr den Weg raus aus der Stadt finden. Nach der Pause trug der Individualist mit dem bübischen Charme außerdem Gedichte vor - engagiert und ausdrucksvoll -, wie die "Nacht der Poeten", in dem er den Kampf des Dichters gegen Bürokratie und ums Überleben schildert.
Selbst nach einer Kostprobe aus dem neuen Album "M.a.n.g.o.", das nächstes Jahr erscheint, leiß das Publikum Tino Eisbrenner noch nicht von der Bühne. Der Rockpoet, der trotz aller Vielseitigkeit als Sänger am meisten überzeugte, stimmte unter anderem "We will be together" von Sting an. Da bleibt die bange Frage: Oh Gott, hinterließen wir etwa den Eindruck von "Sandaletten",...?

PRESSE - Ostseezeitung - Von Sandaletten und Schlüsselerlebnissen

Von Sandaletten und Schlüsselerlebnissen
Tino Eisbrenner gastierte im Literatursalon

Greifswald.
Drei Härtetests auch "Schlüsselerlebnisse" genannt, hätte es gegeben, die der Band Jessica bei Auftritten alles abverlangten. Einer, so erzählte deren ehemaliger Sänger Tino Eisbrenner, seien die "Sandaletten" gewesen: Überaus "intolerante Musikkonsumenten", die wenn sie die Band überhaupt wahrnahmen, rumpöbelten. Um diese zu Besänftigen, wichen die Jungs dann schon mal von ihrem Programm ab und stimmten Zz Top-Nummern und Police-Lieder mit Sting an: Das war nur eine von vielen Geschichten, die Tino Eisbrenner den Zuhörern erzählte, als er mit seinem neuen Programm "... Gras wird ewig wachsen über allem" im Literatursalon auftrat.
"Es ist das erste Mal, dass ich mit vorwiegend eigenen Texten auf die Bühne gehe. Das heißt aber nicht, dass ich weniger singen werde", sagte Tino Eisbrenner. Er stellte an diesem Abend, souverän begleitet von André Drechsler, einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis: las, erzählte und sang, blickte zurück, richtete den Blick nach vorn. So erzählte er von den Scherereien von Jessica mit der Stasi, beschrieb die Entstehung des aus der Not geborenen Hits "Bring mir die Sonne", nachdem der sogenannte Stasi-Song "Ich beobachte Dich" bei einem Festival nicht aufgeführt werden durfte, oder aber ernahm die chaotische Verkehrsführung in Halle aufs Korn. Tino Eisbrenners Theorie: Halle hat nur deshalb so viele Einwohner, weil viele Besucher nicht mehr den Weg raus aus der Stadt finden. Nach der Pause trug der Individualist mit dem bübischen Charme außerdem Gedichte vor - engagiert und ausdrucksvoll -, wie die "Nacht der Poeten" in dem er den Kampf des Dichters gegen Bürokratie und ums Überleben schildert.
Selbst nach einer Kostprobe aus dem neuen Album "m.a.n.g.o", das nächstes Jahr erscheint, ließ das Publikum Tino Eisbrenner noch nicht von der Bühne. Der Rockpoet, der trotz aller Vielseitigkeit als Sänger am meisten überzeugte, stimmte unter anderem "We will be together" von Sting an. Da bleibt die bange Frage: Oh Gott, hinterließen wir etwa den Eindruck von "Sandaletten"...?

PRESSE - Halle Mobil

Auf indianischen Spuren

Aus heiterem Himmel, zufällig und völlig ungeplant, begann 1983 seine Karriere als Musiker mit der Band Jessica. Tino eisbrenner, gerade das Abitur in der Tasche, wollte eigentlich ein Schauspielstudium in Leipzig absolvieren.

Die Zulassung für das Studium hatte er sogar schon in der Tasche, als dann doch alles ganz anders kam. Inzwischen liegt das alles schon 20 jahre zurück und der damals kometenhafte Aufstieg von Jessica gehört der Vergangenheit an. Auf der Achterbahn (so auch der Titel seines 1997 erschienenen Buches) des Lebens ging es acuh für Tino Eisbrenner seither auf und abwärts. Nach dem Versuch, die Band doch wieder zu vereinen, konzentriert er sich heute ganz auf seine Solo-Karriere.
Wie für viele Musiker aus der ehemaligen DDR galt es auch für ihn, sich zunächst erst einmal in der "neuen" Welt zu recht zu finden. Dabei geholfen hat ihm unter anderem die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, insbesondere der der Indianer. Schlüsselerlebnis für ihn war dabei ein Treffen mit dem Indianer XOKONOSCHTLETL. Aus der Begeisterung für Indianerfilme aus Kinderzeiten wurde ernsthaftes Interesse am Leben und vor allem den Denkweisen dieses Volkes. Da ist klar, dass sich Tino nicht nur intensiv mit deren Schriften und Literatur beschäftigte, sondern auch dorthin reiste, wo die Indianer einst lebten bzw. heute noch leben. Ihre Spuren verfolgt er gleichfalls auf seiner aktuellen CD "Wege übers Land". Aber auch alte Songs wie "Ich beobachte Dich" finden sich hier wieder und so mancher alte Jessica-Fan wird sich an frühere Zeiten erinnern. Auch bei seinen aktuellen Projekten versucht Eisbrenner, musikalische Einflüsse anderer Kulturen einfließen zu lassen. So arbeitet er momentan an einem Musikprojekt, bei dem er lateinamerikanische Songs in eigener deutscher NAchdichtung singen will.
Zum HAVAG-City-Tag präsentiert Tino Eisbrenner sein aktuelles Programm "Best of 20 years" auf dem Marktplatz. Nicht zum ersten Mal führte ihn sein Weg an die Saale. Schon oft hat er hier - vor allem vor seinen weiblichen Fans - "Sonne und Regen" bringen lassen. Für alle diejenigen, die das Konzert von Tino Eisbrenner beim City-Tag verpasst haben, gibt es bald die nächste Gelegenheit ihn in Halle - dann mit einer unplugged Version - zu erleben.
Am 28.Oktober spielt er im Kabarett "Die Kiebitzensteiner" dafür verlost Halle-Mobil einmal zwei Karten.
Außerdem gibt es zehn Maxi-CD's zu gewinnen. Einfach bis 20.Oktober 2003 eine Postkarte mit dem Kennwort EISBRENNER an unsere Redaktion schicken.

PRESSE - Im HIT-SERVICE musik und multimedia Nr. 31

Wird die DDR-Vergangenheit als Persiflage zu schnellem Geld verheizt?
Sänger Tino Eisbrenner macht sich Gedanken zu der Welle der TV-Ostalgieshows

Liebe Freunde der guten Erinnerungen, in den letzten Wochen bin ich immer wieder gefragt worden, ob und wie ich zu der im Westen aufkommenden Ostalgie stünde und ob und wie ich mir vorstellen könne, an einer der Shows teilzunehmen.
Mit der am 17. August vom ZDF ausgestrahlten Ostalgie-Show bestätigten sich meine Befürchtungen und Vorbehalte, so dass ich hiermit mittels einiger Gegenfragen meine Position zu beziehen versuche. Ich hoffe, Ihr werdet mir diese nicht übel nehmen und Euch weiter gern an die "guten alten Tage" mit Eisbrenner erinnern, auch wenn ich mich in den kommenden Hochquotenshows nicht vorführen lassen werde.
Hier ein paar Fragen:
1. Warum haben die großen Sender des einst anderen Deutschland 12 Jahre gebraucht, um sich für die Kultur des einstigen Ostens zu interessieren? Haben sie bemerkt, dass sie uns nicht unter den Tisch geschwiegen bekommen? Besteht vielleicht die Gefahr, dass wir uns trotz ständiger Ost-Diskriminierungen (in z.B. den Formatradios oder Plattenfirmen) durchbeißen weden und unseren Marktwert selbst bestimmen?

2. Ist der Marktwert, ohne das und das jemand so sagen möchte, inzwischen wieder so groß, dass der Westen jetzt auf die rasche Tour mit uns Geld verdienen kann und will?

3. Findet mit den Ostshows eine Einheit oder eher eine Spaltung statt?

4. Bekommen wir in diesen Shows die Gelegenheit, unsere Version der Geschichtsschreibung darzulegen oder werden wir nur an einer langen Perlenkette aufgefädelt und zum Kauf angeboten? Wer verdient bei der Versteigerung?

5. Wird eine dieser Unterhaltungssendungen in der Lage sein, ostdeutsche Gefühle und ostdeutsches Wissen zu vermitteln?

6. Wie würde ein Kessel DDR-Buntes heute eingetlich gemacht sein, mit unserer Sicht auf die Welt?

7. Haben wir 12 Jahre dagegen protestiert, bei Veranstaltern, Labels, Verlagen, Radios, Printmedien, TV und nicht zuletzt Publikum, dass man uns auf östliche, realitätslose Vergangenheit abstempelt und reduziert, damit wir uns jetzt wieder genau zudem machen lassen. Lassen wir uns mit 2,5 Mio. spektakularer Einschaltquote bestechen?

8. Würden wir nicht eher wahrgenommen, wenn wir unerwartet "Nein Danke" zu diesem Kulturraub sagen würden?

9. Wie wird man nach der großen Welle mit uns umgehen? Werden die, die uns bisher geschnitten haben, uns ab sofort lieben und verehren?

10. Für wen wid unsere Vergangenheit zu schnellem Geld gemacht und persiflagiastisch verheizt?

11. Wen interessiert unsere heutige Sicht? Wen interessiert unsere Arbeit?

12. Bezieht man uns jetzt ein oder hakt man uns ab?

13. Wenn man die Oststars aus Kultur und Sport gleichzeitig mit Waschmittel, Trabant  und Klopapier (n)ostalgisch aufreiht, macht man damit einen Schritt auf sie zu oder wird nicht die Entfernung zwischen Gegenwart und erklärter Vergangenheit größer?

14. Wäre es nicht viel schöner, wenn unsere Existenz und unser Schaffen auf ganz natürliche Weise in die deutsche Medienlandschaft einbezogen werden würde? Wenn man nicht nur unsere solides Können, sondern auch unsere Inhalte würdigte in der Unterhaltungswelt unseres Landes?

15. Werden die Ostalgieshows ein Schritt in diese Richtung sein?
Gewürdigt möchte ich all jene in Ost und West wissen, die sich in den Nachwendejahren um uns ostgeborene Künstler bemüht haben. Nicht weil wir aus dem Osten kamen, sondern weil unsere Kunst interessierte. Zwar handelt es sich hier vorwiegend um ostgeborene MAcher in Radio, TV, Zeitungen, Labels und Vertrieb, Veranstlatungshäusern. Immerhin aber gibt es auch ein paar Westgeborene, deren Interesse nicht die Jagd nach schnellem Gewinn voran stand. Mein persönliches Beispiel dafür seien stellvertretend für die ungenannten "Freunde von drüben" Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig. Durch Freunde und Sympathisanten wie diese aus Ost und West ist es uns gelungen, nicht überschwemmt zu werden. Ist es uns gelungen, gerade den kollegen meiner Generation, eine Entwicklung zu zeigen und heutige Musik zu machen. Brauchen wir es da wirklich, uns für  Einschaltquoten zurückbeamen und reduzieren zu lassen? Ich weiß, es ist oft ungewollt, wenn jemand Fragen stellt, zu denen die Antowrten klar auf der Hand liegen. Ich weiß, dass mich zu äußern, wieder der unbequeme Weg ist. Ich bin dennoch froh, dass ich mich zu dieser Positionierung durchringen konnte. Es schützt mich davor, doch noch umzufallen. Wir sehen uns im Heute.

Tino Eisbrenner
Der Singer/Songwriter ist seit über 20 Jahren erfolgreich und veröffentlichte jetzt auf seinem eigenen Label Manana Record das Album "Best of 20 years - Jubiläumskonzerte".

PRESSE - Neues Deutschland - Unbequemes zur Ostalgie-Show-Welle

Unbequemes zur Ostalgie-Show-Welle
25 Fragen und eine Würdigung

Liebe Freunde der guten Erinnerungen, in den letzten Wochen bin ich immer wieder gefragt worden, ob und wie ich zu der im Westen aufkommenden Ostalgie stünde und ob und wie ich mir vorstellen könne, an einer der Shows teilzunehmen. Mit der am 17. August vom ZDF ausgestrahlten Ostalgie-Show bestätigten sich meine Befürchtungen und Vorbehalte, so dass ich hiermit mittels einiger Gegenfragen meine Position zu beziehen versuche. Ich hoffe, Ihr werdet mir diese nicht übel nehmen und Euch weiter gern an die guten alten Tage (mit Eisbrenner) erinnern, auch wenn ich mich in den kommenden Hochquotenshows nicht vorführen lassen werde.
Hier ein paar Fragen: Warum haben die großen Sender das einst anderen Deutschland 12 Jahre gebraucht, um sich für die Kultur des einstigen Ostens zu interessieren? Haben sie bemerkt, dass sie uns nicht unter den Tisch geschwiegen bekommen? Besteht vielleicht  die Gefahr, dass wir uns trotz der Ost-Diskriminierungen (in z.B. den Formatradios oder Plattenfirmen) durchbeißem werden und unseren Marktwert selbst bestimmen? Ist der Marktwert (ohne dass uns das jemand so sagen möchte) inzwischen wieder so groß, dass der Westen jetzt auf die rasche Tour mit uns Geld verdienen kann und will? Findet mit den Ostshows eine Einheit oder eher eine Spaltung statt? Bekommen wir in diesen Shows die Gelegenheit, unsere Version der Geschichtsschreibung darzulegen oder werden wir nur an einer langen Perlenkette aufgefädelt und zum Kauf angeboten? Wer verdient bei der Versteigerung? Wird eine dieser Unterhaltungssendungen in der Lage sein, ostdeutsches Gefühl und ostdeutsches Wissen zu vermitteln? Wie würde ein Kessel DDR-Buntes heute eigentlich gemacht sein, mit unserer Sicht auf die Welt? Haben wir 12 Jahre dagegen protestiert (bei Veranstaltern, Labels, Verlagen, Radios, Printmedien, TV und nicht zuletzt Publikum) dass man uns auf östliche, realitätslose Vergangenheit abstempelt und reduziert, damit wir uns jetzt wieder genau zu dem machen lassen? Lassen wir uns mit spektakulärer Einschaltquote bestechen? Würden wir nicht eher wahrgenommen, wenn wir unerwartet Nein Danke zu diesem Kulturraub sagen würden? Wie wird man nach der großen Welle mit uns umgehen?  Werden die, die uns bisher geschnitten haben, uns ab sofort lieben und verehren? Für wen wird unsere Vergangenheit zu schnellem Geld gemacht und persiflagiastisch verheizt? Wen interessiert unsere heutige Sicht? Wen interessiert unsere Arbeit? Bezieht man uns jetzt ein oder hakt man uns ab? Wenn man die Oststars aus Kultur und Sport gleichzeitig mit Waschmittel, Trabant und Klopapier (n)ostalgisch aufreiht, macht man damit einen Schritt auf sie zu oder wird nicht die Entfernung zwischen Gegenwart und erklärter Vergangenheit größer? Wäre es nicht viel schöner, wenn unsere Existenz unser Schaffen auf ganz natürliche Weise in die deutsche Medienlandschaft einbezogen werden würden? Wenn man nicht nur unser solides Können, sondern auch unsere Inhalte würdigte? Wenn man überhaupt Inhalte würdigte in der Unterhaltungswelt unseres Landes? Werden die Ostalgie-Shows ein Schritt in diese Richtung sein?
Gewürdigt möchte ich all jene in Ost und West wissen, die sich in den Nachwendejahren um uns ostgeborene Künstler bemüht haben. Nicht, weil wir aus dem Osten kamen, sondern weil unsere Kusnt interessierte. Zwar handelt es sich hier vorwiegend um ostgeborene Macher in Radio, TV, Zeitungen, Labels und Vertrieben, Veranstaltungshäusern. Immerhin aber gibt es auch ein paar Westgeboreme, deren Interesse nicht die Jagd nach schnellem Gewinn voranstand. Mein persönliches Beispiel dafür seien, stellvertretend für die ungenannten "Freunde von drüben" Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig. Durch Freunde und Sympathisanten wie diese aus Ost und West ist es uns gelungen, nicht überschwemmt zu werden. Ist es uns gelungen - gerade den Kollegen meiner Generation - eine Entwicklung zu zeigen und heutige Musik zu machen. Brauchen wir es da wirklich, uns für Einschaltquoten zurückbeamen und reduzieren zu lassen?
Ich weiß, es ist oft ungewollt, wenn jemand Fragen stellt, zu denen die Antworten klar auf der Hand liegen. Weiß, dass sich zu äußern, wieder der unbequeme Weg ist. Ich bin dennoch froh, dass ich mich zu dieser Positionierung durchringen konnte. Es schützt mich davor, doch noch umzufallen. Wir sehen uns im Heute.

PRESSE - Nordkurier - Keine Eintagsfliege vom Quotenmarkt Ost

Keine Eintagsfliege vom Quotenmarkt Ost
Tino Eisbrenner verweigert sich der fröhlichen Show-Welle

Plath. Das Fersehen hat endlich den Osten entdeckt. Doch die WElle fröhlich-(n)ostalgischer Shows, die nach ZDF, MDR und Sat.1 am Mittwoch auch das RTL-Abendprogramm erfasst, löst heftige Diskussionen aus. Der vor allem gegen die Vernachlässigung politischer Umstände gerichteten Kritik fügt Tino Eisbrenner die Sicht des Künstlers hinzu, der sich der kommerziellen Vereinnahmung verweigert. Mit dem in Plath (Mecklenburg-Strelitz) lebenden Musiker sprach unser Redaktionsmitglied Susanne Schulz.

Haben Sie sich die bisherigen Ostalgie-Shows  angesehen?
Ehrlich gesagt, hatte ich nach der Ersten im ZDF genug. Da war ich beim Zappen reingeraten und fand alle Vorbehalte bestätigt. Seit 13 Jahren müssen DDR-Künstler dauernd erklären, dass sie genau das nicht sind, jedenfalls nicht nur. Zwar hat es meine Generation schon einfacher, weil wir mittlerweile länger im Westen gearbeitet haben als vorher im Osten. Aber ich möchte nicht reduziert werden auf etwas, was vor 13 Jahren zu Ende war. Ich will akzeptiert sein als jemand mit einer bestimmten Kulturgeschichte, der Heutiges zu sagen hat.

Diese Situation beschäftigt Künstler und auch Publikum seit langem. Was werfen Sie den Ost-Shows vor?
Nachdem ich seit Jahren daran arbeitet, ins gegenwärtige Deutschland zu gehören, soll ich mich nun 20 Jahre zurückbeamen, um zweieinhalb Minuten im Fernsehen vorzukommen. Von den Kollegen, die da auftreten, singt ja keiner was Neues. Es geht auch nicht darum, die DDR zu zeigen. Der Westen erzählt weiter seine Geschichten und braucht uns als Staffage. Weil die Quote lockt, wird der Osten wieder reduziert auf den Absatzmarkt: Wir bringen, ihr kauft. DDR-Feeling zu vermitteln, ist ja nicht gelöst, indem Kati Witt im FDJ-Hemd auftritt.

Welchen Sinn hat es überhaupt, ein solches Feeling ausgraben zu wollen?
Es gibt auf beiden Seiten eine Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins. Wir haben uns von der Käseglocke DDR aus die Welt relativ behütet angeguckt. Unser Problem war ideologischer Art, die Sehnsucht nach draußen. Dieses Interesse an der Welt war auch ein Vorteil. Heute erleben wir doch: Es gibt von allem so viel, dass es nicht mehr interessant ist. Der äußere Antrieb ist, möglichst schnell zu möglichst viel Geld zu kommen. Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, kulturelle Werte weiterzugeben, hat eine solche Fernsehshow eine viel größere Verantwortung, als nur zu unterhalten.

Sie bezeichnen sich als ostgeborener Künstler. Möglicherweise um zu zeigen: Das ist meine Herkunft, aber es ist nicht alles, was ich bin. Sie formulieren damit auch den Zwiespalt. Ihre Wurzeln nicht verleugnen, aber nicht danach klassifiziert werden zu wollen.
Zumal dies Klassifizierung ja nur Leuten aus dem Osten zuteil wird. Keiner käme auf die Idee, Herbert Grönemeyer als westdeutschen Künstler vorzustellen. Mich bringt das auch zu der Frage: Was ist, wenn die Ostalgie-Welle vorbei ist? Sind dann die Leute so überfüttert, das sie erst recht nichts mehr vom Osten hören wollen?

Ihre Bedenken haben Sie als "Unbequeme Fragen" auf Ihre Internet-Homepage gestellt. Machen Sie sich da wirklich zum Querulanten oder gibt es nicht auch Einverständnis?
Von vielen Fans kommen Reaktionen, Kollegen wie Wolfgang Stumph oder Manfred Krug äußern sich ähnlich. Andere stellen sich tot. Ich weiß von einigen, die meiner Meinung sind und trotzdem in den Shows auftreten.

Aus welchen Beweggründen?
Da gibt's schon gite Gründe: Es ist doch schön, ins Fernsehen gebeten zu werden. Es macht stolz, als einer der zehn Wichtigen ausgewählt zu sein. Vielleicht will einer gerade ein neues Album verkaufen. Oder hofft auf ein Podium. Aber da frage ich: Hätten wir uns nicht eher eine Stimme verschafft, wenn wir alle Nein gesagt hätten?

War Ihr Nein so schnell und klar, als Sie gefragt wurden, ob Sie in einer solchen Sendung mitwirken wollen?
Ich habe mindestens drei Wochen mit mir gerungen. Natürlich erreicht ein Fersehauftritt viele Leute, die sich fürs Live-Geschehen nicht mehr so interessieren. Dann sehen die mich also mit einem uralten Hit wie "Ich beobachte dich" und stellen fest: Schade, der hat sich gar nicht entwickelt. So macht man sich selber zur Eintagsfliege.

PRESSE - Märkische Oderzeitung

Sagen Sie mal,
Herr Eisbrenner* ...

... welches ist Ihr liebstes Ausflugsziel in Brandeburg?
Buckow mit dem Brecht/Weigel-Haus.

Ihr liebstes Urlaubsland?
Immer das, wohin mich die Arbeit und befreundete Menschen locken - nachhaltig wohl Mexiko, wo mir indianische Freunde einen Baum in ihrem Dorf gepflanzt haben, damit ich immer wieder nach ihm schauen komme.

Welche geschichtliche Leistung bewundern Sie am meisten?
Die Schicksalsbewältigung derer, die unter den großen geschichtlichen Leistungen zu leiden hatten und haben.

Wo und wie haben Sie die Mauereröffnung erlebt?
Unglaublig im mexikansichen Fernsehen während einer Tour durch Nikaragua.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Dummheit, Engstirnigkeit, Eigennutz wider das Wissen um die Folgen für Mensch und Natur.

Welche Fehler entschuldigen Sie bei anderen am ehesten?
Solche, die meine sein könnten.

Ihr größter Fehler?
Oft sind unsere Fehler gleichzeitig unsere Stärken. Ich vertraue gern und oftmals zu schnell.

Der peinliche Augenblick in ihrem Leben?
Ich wurde in der Sparkasse von einer Familie erkannt und nach Autogrammen gefragt, was natürlich die Aufmerksamkeit aller Leute auf mich lenkte. Nebenbei teilte mir (und allen anderen) die Bankangestellte mit, dass mein Konto nicht gedeckt und deshalb die EC-Karte gesperrt sei.

Welches Buch sollen alle lesen?
Mein eigenes ("Achterbahn"). Das würde mir auch Peinlichkeiten bei der Bank ersparen.

Welche künstlerische Leistung hat Sie am meisten beeindruckt?
Chaplins "Diktator", Paul Gaughins Bilder, Brechts Vermächtnis, die Sinfonien von Sibelius, Defa-Indianerfilme, die Songs von den Beatles, Peter Gabriel und Sting.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen - und wie hat er Ihnen gefallen?
"Frida" (über Frida Kahlo). Er regt die Sinne an.

Ihre liebste Fernsehsendung (aller Zeiten)?
Herr Fuchs und Frau Elster."

Wie waren Sie in der Schule?
Das Pendant zum Klassensprecher: der Sänger und Rezitator jedes Schulappells. In den naturwissenschaftlichen Fächern war ich bis zur 12. Klasse ein Risikofaktor für den Klassendurchschnitt.

Ihre Lieblingssportart, Ihr Lieblingsverein?
Kanufahren, Lieblingsverein: Big Circle international (Verein zur Ünterstützung indigener Kulturen).

Haben Sie ein Lebensmotto?
Lebe!

In welchem Bereich würden Sie gern stärker engagieren?
Im Bereich der Gelüste.

Als wer oder was möchten Sie gerne wieder geboren werden?
Als eine Sandbank nahe der karibischen Küste.

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"Tino Eisbrenner (41) nennt sich "Rockpoet und Chansonnier". Sein aktuelles Album heißt "Wege übers Land" und erschien 2002. Eisbrenner war Mitglied der ostdeutschen Band "Jessica", die vor 20 Jahren zum ersten Mal auftrat. Er hat lange in Berlin gelebt und ist Vater von vier Kindern. Seit einiger Zeit wohnt er auf einem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern. Eisbrenner ist am 30. August im Königs Wusterhausener "Turm" bei einer Open Air Party live zu erleben.

PRESSE - Friedensfest-Ankündigung

Friedensfest auf dem Vier-Winde-Hof
Wieder was Besonderes im Hause Eisbrenner

Plath./vtb/pm. Vor zwei Jahren erfüllte sich Tino Eisbrenner einen Traum und zog mit seiner Familie nach Mecklenburg-Vorpommern. Hier, in dem kleinen Dörfchen Plath zwischen Woldegk und Burg Stargard und nur ein paar Minuten vom Plather See entfernt, begann er mit dem Ausbau seines Bauernhofes, den er mit indianischen Freunden aus Mexiko weihte und Vier-Winde-Hof nannte.
Noch ist der Hof unvollkommen und im Umbau - das Land umher ein wilder Garten. Genau die richtige Atmosphäre für den Sänger, Dichter und Entertainer Eisbrenner, sein Kulturgut - Vier-Winde-Hof erstmals in Betrieb zu nehmen.

Deshalb laden Tino Eisbrenner und seine neue Crossover-Band "Red Road Troubadours" am 28. Juni 03 von 17.00 - 24.00 Uhr zu einem Fest dre Begegnungen ein. Kinder sind willkommen und zahlen keinen Eintritt. Für sie wird ein Spielzeug-Tauschmarkt vorbereitet. Am Lagerfeuer dreht sich ein Lamm. Gekocht und getrunken wird in allen Sprachen der Welt: Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Afrikanisch, Chilenisch ...
Künstler aus Deutschland, Bolivien und Argentinien werden malen und ihre Kunst zum Verkauf ausstellen. Und im typisch mecklenburgischen Bauernhofambiente mit gackernden Hühnern, schnatternden Enten und streunenden Katzen erklingt internationale Livemusik mit "Los Chicheros" - Chile; Tänzern aus Afrika "Luti Hora" - Bulgarien; Maximo - Liedermacher aus Argentinien; "Multikulti-Vibration" - Trommelgruppe aus Neubrandenburg; "Jabbe" - deutsch/afrikanischem Reggear u.v.a.
Und auch die Gastgeber "Eisbrenner & Red Road Troubadours" werden natürlich Auszüge aus ihrem aktuellen Liveprogramm spielen. Wer abends nicht mehr nach Hause will, kann mit Zelt anreisen.
Ein Zeltstellplatz kostet 5,-€ Kartenvorbestellung ist ratsam. Dafür 03964-256552 oder: vier-winde-hof@eisbrenner.de
Erwachsenenkarten kosten 9,-€. Musik statt Krieg ist das Motto und verspricht einen interessabteb kulturvollen und weltmusikalischen Abend in der ländlichen Idylle von Plath. (Straße zwischen Neubrandenburg und Woldegk - in Petersdorf abbiegen nach Plath).

PRESSE - Lausitzer Rundschau - Cottbuser Nachtflieger rückten eng zusammen
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Cottbuser Nachtflieger rückten eng zusammen

Cab Nightflight-Festival lockte rund 2500 Besucher in die Innenstadt

Entspannte bis ausgelassene Stimmung, Klasse Musik, einige kleine Blessuren und absolut überstrapazierte Platzkapazitäten – so präsentierte sich am Wochenende das Cab Nightflight-Festival in den Innenstadt-Kneipen. Rund 2500 Gäste zählte die Berliner Agentur Hopf & Schmitz, damit sind die Veranstalter «voll zufrieden» . Wer sein All-Inclusive-Kartenarmband an der Hauptkasse oder einem der 14 Veranstaltungsorte abgeholt hatte, konnte sich ins Getümmel stürzen – sofern die bereits überraschend früh prall gefüllten Kneipen dies zuließen.

... Stehplätze inklusive wohltuender Bewegungsfreiheit gab es im weiträumigen Brauhaus. Dort hatte Tino Eisbrenner sichtlich Spaß auf der Bühne, während Ramona Schulze (38), Tochter Mareen (18) und Schwiegersohn Andy Klaus (28) zu vorgerückter Stunde etwas abseits verschnauften. Im Mosquito und Stuk hätten die drei Cottbuser zwar vor «verschlossenen Türen» gestanden, aber, so Ramona Schulze: «Es gibt ja genug Angebote. Zieht man eben einfach weiter.»...

Von Mirjam Hecht und Christian Kättlitz
PRESSE - Lausitzer Rundschau - Eisbrenners Weltmusik
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Eisbrenners Weltmusik

Tino Eisbrenner & Red Road Troubadours Ostersonntag im Brauhaus Radigk

Tino Eisbrenner und Band – ein Osterhöhepunkt im Brauhaus Radigk.Eisbrenner ist wieder unterwegs. Und Eisbrenner macht wieder Station im Brauhaus Radigk. Vor genau 20 Jahren chartete er, damals selbst erst 20, mit seiner ersten Band Jessica und dem Album «Spieler» . 2003, sagte er sich, sei ein guter Zeitpunkt, um mit der «Best of 20 Years Tour» durch die Lande zu ziehen.

Der charismatische Songpoet hat dazu die Red Road Troubadours formiert. Bass, Keyboard, Drum und Gitarre sind mit deutschen Musikern besetzt – Eisbrenners Stammmusiker. Dazu kommen Percussionist aus Ruanda (Zentralafrika), ein Trommler aus dem Irak und ein Gaidaspieler (bulgarischer Dudelsack).

Als special guest entlockt Tobias Morgenstern, der musikalische Wahlfranzose, dem Akkordeon fantastische Klänge. Alles in allem ergibt diese Mischung Weltmusik – urwüchsig und modern, mit Chanson- und Popelementen zugleich. (leh)

Ostersonntag, Brauhaus Radigk; Einlass 19 Uhr, Beginn 21 Uhr; Eintritt 10 Euro.
PRESSE - Ostsee-Zeitung - In den Kneipen wurde es eng
In den Kneipen wurde es eng

Musiknacht lockte mehr als 1000 Besucher in die Stralsunder Altstadt

Die nunmehr neunte Musiknacht am vergangenen Freitag war ein Erfolg: Mehr als 1000 Leute waren unterwegs, um sich Musiker wie Tino Eisbrenner oder IC Falkenberg anzuhören.

Stralsund (OZ) „Wir hätten die Fahrräder nehmen sollen!“ Angelika Mann war geschafft. Seit gut zwei Stunden flitzte sie schon mit ihrer Freundin zwischen Stralsunder Kneipen hin und her – zu Fuß, nun standen die beiden vor dem Fischermann\'s. Und flitzen mussten die Besucher der mittlerweile neunten Stralsunder Musiknacht, wenn sie möglichst viele Acts miterleben wollten: 14 Bands spielten in ebenso vielen Kneipen auf.

Im „Klaubautermann“ war zum Beispiel das Duo Miller dabei. Die Rock- und Folkmusik von Tom und Jockel, die auch zur Greifswalder Band „Lousy Lovers“ gehören, lud eigentlich zum Tanzen ein, dazu war es allerdings zu eng.

Wenig Platz blieb auch den Besuchern des Goldenen Ankers: „Wohin soll denn die Reise geh\'n“, sang Spaßvogel Thomas Putensen gerade. Das hätte er die Musiker fragen können, die nebenan in der Werkstatt aufspielten sollten. Denn einige der Männer, die aus München anreisten, benötigten für ihre Fahrt nach Stralsund länger als geplant. Als sie schließlich da waren, begeisterten auch sie ihre zahlreichen Zuhörer.

Gut an kam auch Tino Eisbrenner im Fischermann\'s. 40 Jahre ist der Sänger mittlerweile alt und wirkt noch immer wie der nette Junge von nebenan. Seine Musik war schon rockig – dass der Boden der Speicher-Gaststätte vibrierte, lag aber an den Jungs von Scirocco, die eine Etage tiefer im Beatclub eine wilde Party abzogen.

Organisator Thomas Peter war vom Erfolg überrascht. Mehr als 1000 Leute waren unterwegs – bei der letzten Musiknacht im Herbst waren es rund 700. Eines erstaunt den Veranstalter, der gleiche Events in Greifswald auf die Beine stellt, immer wieder: „In Greifswald sind alle Kneipen schon um 21 Uhr gerammelt voll, die Stralsunder fangen langsamer an...“

DOREEN BREITENFELDT
PRESSE - ND - NO WAR IN IRAQ

100 000-facher Protest auf der Friedensdemo
Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor / Kirchliche Andacht im Berliner Dom 

Bis zu 100 000 Teilnehmer werden am Sonnabend in Berlin bei der großen Demo für eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes erwartet. Der Aufmarsch ist zweigeteilt, beginnt jeweils um 12 Uhr am Breitscheidplatz und am Alexanderplatz und führt über die Bülowstraße, die Potsdamer Straße und die Straße des 17. Juni bzw. über die Karl-Liebknecht-Straße und Unter den Linden entlang. Zur Abschlusskundgebung wird man sich um 14 Uhr am Brandenburger Tor zusammenfinden.
Das Verwaltungsgericht bestätigte gestern eine entsprechende Entscheidung des Polizeipräsidenten und des Staatsschutzes, die eine Zerstörung der vom veranstaltenden »Aktionsbündnis 15. Februar« ursprünglich vorgesehenen Grünanlagen am Reichstag befürchteten. Trotz der besonderen Bedeutung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit sei eine Verlegung des Versammlungsortes zum Schutz der öffentlichen Grünanlagen im vorliegenden Einzelfall gerechtfertigt, hieß es in dem Kammer-Beschluss (VG 1 A 34.03).
Ebenfalls für 12 Uhr hat die evangelische Kirche zu einer Friedens-Andacht mit Bischof Wolfgang Huber und Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein in den Berliner Dom eingeladen. Danach schließen sich gegen 12.30 Uhr laut Kirchenleitung Christen, Muslime und Anhänger anderer Religionen unter dem Motto »Glaubende für den Frieden« der Demonstration vom Alex in Richtung Brandenburger Tor an.
Auch eine jüngst gegründete Kampagne »Jugend gegen Krieg« kommt zum Aufzug. An ihr beteiligen sich bislang Gruppen aus Aachen, Berlin, Bremen, Erfurt, Kassel, Köln, Saarbrücken und Stuttgart. Man versammelt sich um 11.30 Uhr am Haus des Lehrers und wird sich danach mit kreativem Protest als »Jugendblock gegen den Krieg« an der Alex-Demo beteiligen. Für den Tag eines Kriegsbeginns bereitet die Kampagne derweil Streiks an Schulen und Universitäten überall in Deutschland vor.
Geargwöhnt wird übrigens vielfach, dass Neonazis den Friedensmarsch in demagogischer Weise missbrauchen wollen und sie sich deshalb unter die Demonstranten mischen könnten. Zumindest auf einschlägigen Internetseiten wird dazu aufgerufen.
Zum Auftakt der Kundgebung, die bis mindestens 16.30 Uhr andauern soll, wird es Ansprachen von ver.di-Chef Frank Bsirske und Friedrich Schorlemmer, Studienleiter der evangelischen Akademie Wittenberg, geben. Angekündigt sind Beiträge der Schauspieler Walfriede Schmitt, Peter Sodann und Rolf Becker. Die Puhdys, Konstantin Wecker, Tino Eisbrenner, Reinhard May sowie der Berliner Soulchor wollen sich gleichfalls künstlerisch zu Wort melden. Laut Polizei gibt es keine Hinweise, dass es im Verlaufe der Demo zu Gewalt kommen könnte. Weshalb man sich vor allem auf die Regelung des Verkehrsflusses konzentrieren will, damit es in der City nicht zu mehr Chaos als nötig kommt. 750 Polizisten sollen die Demo begleiten und für Sicherheit sorgen.

PRESSE - Super-Illu

Der >>Spieler<< hatte Erfolg
Tino Eisbrenner & >>Jessica<< Die erste LP wurde 180 000 Mal verkauft.
Dann wurde es still um die Band. Jetzt gibt es ein comeback für den Hit von damals.

Ein Spieler war Tino Eisbrenner nie. Dafür war ihm seine Musik viel zu wichtig. Gerade deshalb hatten er und seine Band >>Jessica<< wohl auch so einen großen Erfolg. 1986 verkaufte sich ihre Debüt LP in nur acht Wochen 180 000 Mal. Ihr Titel: >>Spieler<Luftnummer und Comeback. Nach der Wende sah es plötzlich wieder gut aus. Eine westliche Plattenfirma wollte Tino und zwei seiner Musiker in den USA auf Erfolgskurs bringen. "Ich investierte in Studio-Aufnahmen, in ein Wohnmobil." Am Ende erwiesen sich die Versprechungen als Luftnummern. Und der Sänger saß auf einem Haufen Schulden. Tino machte als Solist weiter. Einen ersten Erfolg hatte er 1994 mit dem Album >>Willkommen in der Welt<<. Und er suchte sich andere Nischen, moderierte im TV-Sender VOX die Kindershow >>Papperlapapp<< schrieb sein Buch >>Achterbahn<< und produzierte für Kollegen CDs.
Neues Glück - neue Liebe
Mit dem beruflichen Erfolg kehrte auch in Tino Eisbrenners Privatleben mehr Ruhe ein. Nach seiner Ehe mit Katrin, die 1989 scheiterte, lernte er 1993 die Ex-Tänzerin Jana kennen. "Meine Traumfrau", lachte Tino Eisbrenner, der seit kurzem mit seiner Jana und den drei gemeinsamen Kindern auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern lebt. "Mit Pferden, Hunden, Katzen und ganz viel Land." Tortz der vielen Neuanfänge - die Vergangenheit ließ Eisbrenner nicht los. "Immer wieder fragten Fans, warum wir >>Spieler<< nicht noch einmal neu aufnehmen." Eine Idee, die Tino nicht mehr losließ, zumal der Kontakt zu den >>Jessica<<- Jungs nie abgebrochen war. Jetzt ist die CD fertig. Tino Eisbrenner: "Damit habe ich mir zum 40. Geburtstag selbst das schönste Geschenk gemacht."

PRESSE - Thüringer Allgemeinen

Bericht in der "Thüringer Allgemeinen" zum Konzert in Worbis am 23.09.2002

Keine grellen Lichteffekte, keine beeindruckende Technikanlage. Nur ein
paar Kerzen, einige exotische Instrumente und zwei Musiker, die mit
minimalem Aufwand das Publikum verzauberten. Tino Eisbrenner und sein
Gitarrist Andre Drechsler brachten für einen Abend die Magie in die
Worbiser Fabrik, die den Erfolg von Eisbrenner und Band ausmachen.
Tiefsinnige Texte und die instrumentalen Akzente an den passenden Stellen
ziehen das Publikum in ihren Bann. Ob Songs über Leben und Lieben, über
den Alltag oder das Außergewöhnliche, immer treffen die Inhalte die Seele
der Zuhörer. Dabei klingen die Lieder keineswegs verklärt und
wirklichkeitsfremd. Im Gegenteil. Trotz der emotionalen Inhalte kommen
Humor und starke Rocksounds nicht zu kurz. Wahrscheinlich ist es die
Mischung dieser Elemente, die den Reiz des Akustikprogramms zum aktuellen
Eisbrenner-Album >>Wege übers Land<< ausmacht. Wichtigen Einfluss darauf
hatten sicher auch die Erfahrungen, die der Frontmann der DDR-Rockband
>>Jessica<<, während seines Aufenthaltes bei den Indianerstämmen Amerikas
machte. In seinen Songs versucht Eisbrenner nun auf deren
Lebenseinstellung aufmerksam zu machen. Er will zeigen, dass ein Schritt
zurück manchmal hilfreich sein kann, und dass das Leben auch langsamer
gehen kann, als es in dieser hektischen Welt häufig der Fall ist. Und so
konnte an diesem Abend das Publikum in der Fabrik vom Alltag abschalten
und für ein paar Augenblicke, versunken in die Musik, träumen.

veröff. 24.09.02
 

PRESSE - Konzertbericht aus Selters (Hessen)

Erfahrung aus drei Gesellschaftsformen blüht
Rockpoet Tino Eisbrenner gastierte mit seinem Gitarristen André Dechsler im selterser Gasthof "Eulenspiegel"

Ortenberg-Selters (sd).
Vor kleinem aber feinem Publikum präsentierte der Rockpoet Tino Eisbrenner mit dem Gitarristen André Drechsler im Saal des Gasthofs "Eulenspiegel" nicht nur seine aktuellen Produktionen aus dem Live-Album "Wege über's Land, sondern auch Lieder aus seiner musikalischen Anfangszeit. Nach einem Gastspiel im Frühjahr war es nun das zweite Mal, dass er seine Lieder und damit seine Botschaft den Zuhörern in der Region näher brachte.- Der gebürtige Berliner Tino Eisbrenner startete seine Karriere bereits in den 80er Jahren. Damals gründeten Schüler die Band "Jessica", zu der er als Sänger hinzukam. Der wirkliche Durchbruch kam für die Gruppe, als sie vom englischen Fernsehen 1984 als deutsche Newcomer des Ostens entdeckt wurde. 1988 löste sich die Band auf. Tino Eisbrenner ging von  nun an seine eigenen Wege. "Das unentwegte Auseinander- und wieder Zueinanderfinden wurde mit der Zeit zuviel, dennoch sind wir auch heute noch gute Freunde," vermerkte der Sänger. Nach der Wende, so sieht es auch Tino Eisbrenner, gab es einen Erfolgsabsturz. Wie für viele "DDR"-Künstler interessierte sich auch für ihn keiner mehr. Entdeckt wurde er dann von Heinz Rudolf Kunze, mit welchem er das erste gesamtdeutsche Duett "Willkommen in der neuen Welt" aufnahm. Den vorher ertragenen Star-Rummel gab es nun nicht mehr. Dies nutzte der Künstler und verwirklichte seinen Kindheitstraum: Er reiste zu den Indianern und beschäftigt sich seitdem mit ihrer Kultur. 1997 übernahm er den Verein "Big Circle", welcher sich für die Rechte der noch heute unterdrückten Völker Amerikas einsetzt. Im November wird Tino Eisbrenner nach Chile reisen, um dort mit Benefizkonzerten ein Projekt, den Bau einer indianischen Schule, verwirklichen zu können.
Die Beschäftigung mit anderen Kulturen, das Aufwachsen in zwei verschiedenen Systemen hat der Sänger in seinem Buch "Achterbahn", welches 1997 erschien und als ein Stück Zeitgeschichte gilt, niedergeschrieben. Die Gedanken kommen amüsant, aber auch nachdenklich rüber. So erstaunt es nicht, dass diese Aspekte in die Liedtexte Eisbrenners einfließen. Der Künstler schreibt alle seine Texte selbst und teilweise kommt auch die Musik aus eigener Feder. Die Lieder beinhakten ebenfalls die eigenen Erfahrungen aus der kapitalistischen Gesellschaftsform. Sie sind nicht nur sehr sensibel und mit Liebe verfasst, sondern setzen sich  kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. Lieder aus seiner aktuellen Produktion, dem Live-Album "Wege über's Land", konnten die Gäste an diesem Abend hören. Mit seinem musikalischen Partner André Drechsler, der die Gitarre spielte, begeisterte er das Publikum. Stolz können die Beiden bereits auf eine gemeinsame Arbeit von 22 Jahren zurückblicken. Tino Eisbrenner sang nicht nur, auf den traditionellen Instrumenten der Indianer spielte er die begleitende Musik. Den Gästen wurde ein breites Repertoire geboten. Seine leisen Liebeslieder zeichnen sich durch sensible Texte voller Poesie aus. Beendet wurde das Programm an diesem Abend mit dem alten Erfolgs-Hit "Ich beobachte Dich". Wer die Musik des Künstlers zu schätzen weiß, kann weitere Informationen im Internet erhalten unter www.eisbrenner.de.

PRESSE - OZ - Tino in Barth
Tino in Barth
PRESSE - Die von früher II
"Begegnung mit einem Romantiker, einem Träumer, einem Poeten..." (südost)

"STARK SEIN Tino Eisbrenner läßt aufhorchen. Lyrik, die musikalisch stark rüberkommt." (Glücksrevue)

"Fans von leichtgängigem deutschen Pop-Rock können sich auf STARK SEIN freuen..." (Laura)

"Eisbrenner hat sich mit seiner neuen Soloscheibe recht weit aus dem Fenster gelehnt ohne aus selbigem zu fallen.... Eisbrenner kann mit STARK SEIN einen guten vorderen Platz im diesjährigen Neuerscheinungswettlauf einnehmen...." (südost)

"Seine eingängigen musikalischen Ideen und zeitgemäßen Texte setzt Rockpoet T.Eisbrenner in den 13 Songs seines neuen Longplays um das für Aufmerksamkeit in der Deutsch-Rock-Szene sorgen könnte." (Der Musikmarkt)

"Verspielte Liebeslieder, unbändige Rock-Nummern und wunderbare Balladen... Eisbrenner, der Träumer des Deutsch-Rock, bringt mit Musik und Texten tatsächlich das Eis zum Schmelzen. Wärme, Lust am Leben und immer wieder das gewisse Augenzwinkern zwischen den Zeilen sind typisch für den sympathischen Sänger." (Frankfurter Neue Presse)

"Weite suchen und Nähe finden! Sänger und Geschichtenerzähler Eisbrenner bietet auf STARK SEIN 13 Möglichkeiten, sich in eine zeitweilige Traumhaft nehmen zu lassen... (aktiv Musikmagazin)

"Tino, Tino, Tino! Drei Zugaben endeten mit dem Anfang..." (SZ)

"Der Plattentitel STARK SEIN klingt auf Anhieb etwas klischeehaft, das Werk ist das Gegenteil davon. Bei aller Eingängigkeit zeigt die Musik Raffinesse, die Texte sind durchzogen von wunderschönen Bildern. So ist zu wünschen, daß die CD möglichst viele Ohren erreicht...." (Rheinische Post)
PRESSE - Die von früher I
Impressionen!
PRESSE - Friedländer Tor- Der Junge mit der roten Mütze

Der Junge mit der roten Mütze

Vor 20 Jahren sorgte der "Junge mit der roten Mütze" bei Jessica" für Aufsehen. Hits der zeitgeisthungrigen Newcomerband wie "Ich beobachte Dich" oder "Bring mir die Sonne" führten wichenlang die Hitparaden der DDR an.
Doch "Jessicas" Erfolg währte nicht lange. Mittels Grundwehrdienst über Jahre demontiert, fand die Band nie wieder zu einem gemeinsamen Nenner zurück und wurde Geschichte, ebenso wie Eisbrenners erster Solo-Hit "Die kleinen Mädchen", den manche Fans noch heute für den letzten "Jessica"-Erfolg halten. Als Rockpoet und Liedermacher bereiste Tino Eisbrenner, inzwischen in Mecklenburg-Strelitz heimisch geworden, die halbe Welt, gab er Konzerte, produzierte er Platten. Mit "Der Wilde Garten" - einem Weltmusikprojekt - machte er sich deutschlandweit einen weiteren neuen Namen: als Chansonier. Jetzt reist er mit seinem ersten "Best of" (20 years) bis November durch die Lande und macht als Jury-Mitglied beim Nachwuchsbandwettbewerb am Friedländer Tor Station auf dem Vier-Tore-Fest. Sicher ein Gewinn als Qualität für den Ausscheid.

PRESSE - Super-Illu 14-2003 Nawar Khisaf's Geschichte

Saddams FOLTERKNECHTE
Die Tragödie einer irakischen Familie. Die Khisafs aus Bagdad flohen vor dem Terror des Diktators, leben jetzt in Neubrandenburg. Voller Angst verfolgen sie die Fernseh-Bilder. Sie sehnen Saddams Sturz herbei - und bangen um ihre Angehörigen.

Hutham Khisaf (42) weint, als sie im Fernsehen die Bilder von den Bombernagriffen auf Bagdad sieht. Bagdad ist ihre Heimatstadt. Die besorgte Frau, die mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Neubrandenburg lebt, ist zerrissen zwischen zwei Gefühlen. Auf der einen Seite ist sie froh, dass Saddam Hussein jetzt gestürzt wird. Auf der anderen Seite zittert sie um ihr Land und seine Bewohner.
Die flüchtlings-Familie. Die Khisafs waren einst reiche Leute. Vater Salah Khisaf (52) studierte Ingenieurwesen an der Technischen Universität von Bagdad. Einst arbeitete er an großen Bauprojekten. Gleichzeitig leitete er eine florierende Goldschmiede-Werkstatt in Bagdads Altstadt. Das Regime von Saddam Hussein hat ihm alles genommen. Heute wohnen die Khisafs als mittellose Flüchtlinge in Deutschland. Dabei können sie noch froh sein, dass sie überhaupt mit dem Leben davonkamen.
Salah Khisaf erzählt die erschütternde Geschichte: "Das Drama begann 1993. Damals wurde der Geheimdienst Saddams auf uns aufmerksam. Der Grund war, dass ich mich für einen meiner Coussins einsetzte, der seit 1979 als angeblicher Kommunist in einem von Saddams Kerkern saß. Zu Beginn seiner Herrschaft hatte Saddam damals fast alle Kommunisten und die, die er dafür hielt, umbringen oder einsperren lassen. Ich bat direkt im Präsidentenpalast um die Freilassung meines Cousins. Und überbrachte einen wertvollen antiken Dolch als Geschenk für Saddam. Doch mein Cousin kam nicht frei. Also forderte ich den Dolch zurück, der gut und gerne 50 000 Dollar wert war. Das hätte ich besser nicht getan."
Der Terror beginnt. Seitdem bekam Salah Khisaf in seiner Goldschmiede regelmäßig "Besuch" von Saddams Schergen. Mal wurde er verprügelt, mal forderten sie Geld oder nahmen ihn kurzzeitig fest, bis er den Geheimdienstlern "freiwillig" 10 000 Dollar Lösegeld bezahlt hatte. Ziel der Schikanen war es, sein Vermögen zu plündern. Die Khisafs waren willkommene Opfer.
Als Angehörige einer kleinen, vorchristlichen Glaubensrichtung, der Mandäer, galten sie ohnehin als Freiwild.
Die Mandäer – sie sprechen Aramäisch, die älteste lebende Sprache der Welt werden seit Jahrzehnten von Saddams Regime verfolgt. Von den 150 000 Anhängern dieser seit Jahrtausenden im Irak verbreiteten Religion mussten fast alle da Land verlassen. Sie leben heute in Amerika, Australien und Europa.
Die Folter. 1996 eskalierte der Terror gegen die Familie. Salah Khisaf: Am 22. Mai 1996 kamen sie in unser Haus, hielten uns fest, legten meiner Tochter Nora einen Strick um den Hals und hängten sie an der Decke auf. Kurz vor dem Äußersten schnitten sie den Strick ab. Dann lachten sie höhnisch und sagten: Das ist nur eine Warnung, das nächste Mal machen wir ernst. Kurz darauf wurde Salah Khisaf in seinem Geschäft verhaftet 144 Tage lang schmachtete er mit sieben anderen Häftlingen in einem nur 1,75 m hohen, völlig dunklen und feuchten Verlies. Salah Khisaf: „Hin und wieder kamen sie, um mich zu foltern. Sie verpassten mir Elektroschocks, brachen mir den Arm, einige Rippen und Zehen. Die Behandlung war so unmenschlich, dass fast alle meiner Mithäftlinge binnen kurzer Zeit starben.“ Salah Khisaf überlebte, weil sich ein Bekannter seiner Frau, der über Beziehungen verfügte, für ihm einsetzte. Doch der Preis war hoch: Sein Goldschmiedegeschäft und fast sein ganzes Geld kassierten die Folterknechte. Seitdem hatten die Khisafs nur noch ein Ziel: raus aus dem Irak.1998 floh Salah Khisaf alleine in das Nachbarland Jordanien. Von dort aus gelangte er versteckt in einem LKW nach Deutschland und beantragte hier Asyl. Im Jahr 2001 holte er seine Familie nach.
Das Leben nach Saddam. Heute lebt Salah Khisaf mit seiner Frau Hutham und seinen Kindern Zakaria (3), Hassan (11), Nawras (17), Nawar (21) und Nora (20) in einer kleinen Plattenbauwohnung in Neubrandenburg. Als Asylanten dürfen sie nicht arbeiten, beziehen Sozialhilfe. Gerne würden sie in einen befriedeten Irak zurückkehren. Aber trotz US-Intervention glauben sie nicht, dass das so schnell möglich sein wird. Salah Khisaf: „Es wird nicht reichen, Saddam zu töten. Die Probleme liegen tiefer. Ich fürchte, dass die Nachfolger, die die USA einsetzen, keinen Deut besser sind. Der Irak hat aber viele kluge Köpfe, und ich hoffe, dass sie es schaffen, unser Land zu retten.
Die Trauer um die Opfer. Doch zunächst haben die Khisafs andere Sorgen. Sie fürchten um das Leben ihrer Angehörigen. Khisafs Frau Hutham weint: “Saddam und seine Leute haben den Tod sicher tausendfach verdient. Aber hätte man sie nicht auf andere Weise stürzen können? Wie viele unschuldige Iraker müssen jetzt deswegen sterben?

PRESSE - Neue Welt - Klatsch und Tratsch

Die Götter der Indianer gaben seinem Leben einen neuen Sinn
Der Sänger hat sich einen Jugendtraum erfüllt und wohnt mit seiner Familie jetzt auf einem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern

PRESSE - Görlitz - aus Sächsische Zeitung vom 20. Dezember 2004
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Ostmusiker begeistern
Musik. Im Viktoriagarten feierten die Görlitzer die Wiederbelebung der "Melodie & Rhythmus"

von René Tzschoppe

Tino Eisbrenner betritt die Bühne, nimmt auf seinem Barhocker Platz, Tamtam in der Linken. Dass er in ein paar Minuten als blonder Jüngling das Feuer eines Latino-Sängers entwickelt und seinem Namen alle Ehre erweist, ist kaum zu glauben. Er plaudert mit dem Publikum, weist auf den Anlass des Konzerts hin und bedauert, dass er seit 20 Jahren nicht mehr in Görlitz war. Jemand aus dem Publikum wirft ein, es wären erst sieben Jahre, aber dennoch eine lange Zeit. Und nachdem er vom Regen und Mexiko gesungen hat, legt er von mal zu mal zu.

Feuerschwall am Mikrofon.

Noch kurz einen melancholischen Song im lateinamerikanischen Stil und zum Thema Frauen und dann der erste Feuerschwall: Eisbrenner steht inzwischen am Mikrofon und schüttelt eifrig die Rumbakugeln. Knackiger Blues folgt, und Eisbrenner spielt die Mundharmonika. "Der Rhythmus ist drin in euch lobt er das Publikum. Sein Pianist fährt mit russischer Folklore auf und landet bei "Kalinka". Mit Powerstimme und toller musikalischer Leistung heizt er den Saal um ein weiteres an. Kurz noch ein "Weine nicht, wenn der Regen fällt", vom Gitarristen, und dann ist Eisbrenner wieder an der Reihe. Mackie Messer, wie ihn ein Kurt Weil nie geschrieben hat, aber eine Version, wie sie das Publikum liebt. Eisbrenner zeigt noch, dass er schneller sprechen kann als Ohren hören können - eine Guinessbuch-verdächtige Leistung. Bleibt nur zu hoffen, dass es keine 20 Jahre bis zum nächsten Auftritt braucht. Nun kommt Eisbrener die Rolle des Moderators zu und kündigt Ines Paulke und Arnold Fritzsch an. Sie im schwarzen Kostüm und Hut, nur die rote Aids-Schleife blinkt hervor, er mit einer kleinen Ähnlichkeit zu Georg Clooney.

Geklauter Blues und Eigenes

"Ich bin 25 Jahre", beginnt sie ihren Auftritt mit dem nachgereichten Anhängsel: "im Geschäft." Sie lobt das Publikum, wettert auf Dieter Bohlen und kann die Schadenfreude über gekündigte Werbeverträge nicht verstecken. Beide singen ihre Lieder - mal die eigenen oder einen "geklauten" Blues im eigenen Stil. Am Ende noch ein "Amazing Grace", und das Publikum spürt die Kälte im Veranstaltungssaal nicht mehr. "Ihr wart gut, wir waren besser", trifft Paulke nicht die Realität. Am Ende noch ein Trumpf: IC Falkenberg kommt auf die Bühne. Mit Spannung erwartet, tritt er ebenfalls in die Fußstapfen der anderen. Seine Plaudereien verraten jedoch viel über seine Person. Er erzählt aus seiner Heimat Halle, wie er zur Gruppe "Stern Meißen" kam und über seine Zeit in Berlin. Er scherzt über die Kronleuchter im Saal und über Görlitz. Dreimal sei er in diesem Jahr hier gewesen. Eine Wohnung sollte er sich zulegen. Aber nicht in Zgorzelec, da er sein Auto liebt. Dann greift er in die Saiten, später in die Tasten. Er spielt Bekanntes, er spielt Neues und Lieder, die das Publikum von anderen kennt: "Ich bin im Osten geboren", gesteht er musikalisch - eine Hymne, die einst auch Puhdys-Aussteiger Harry Jeske sang.

weitere Rezensionen und Fotos unter www.ostmusik.de

PRESSE - Dresdner Neueste-Nachrichten 12.06.2005
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Lieder von draußen

Tino Eisbrenner traut sich was! Gleich im ersten Lied seines Konzertes im Studiotheater des Kulturpalastes singt er über den Regen. In seiner Version von "A Hard Rain’s A Gonna Fall" heißt es: "Es gibt Regen, eine Sintflut kommt, F... so unfassbar viel Regen". Doch so unsensibel, wie es sich jetzt anhören mag, ist es gar nicht. Dass Eisbrenner eine Meinung hat, weiß jeder, der in die deutsche Musik der letzten 20 Jahre reingehört hat. Ja, wirklich, so lange schon ist der Sänger und Songschreiber aktiv. Die Zeit mit Jessica brachte sicher die bekanntesten Hits hervor, aber sie war künstlerisch auch die kürzeste. So spielt Eisbrenner in seinem Programm "acoustic trio" auch nur zwei Stücke aus dieser Zeit: "Mein Mut" und natürlich "Ich beobachte dich". Das erwarten die Leute einfach. Und das weiß er.

Doch viel wichtiger sind ihm die Lieder jüngeren Datums, Lieder seines Projektes "Der Wilde Garten" oder auch neue, bisher unveröffentlichte Solo-Stücke, die oft Eindrücke seiner Reisen um die halbe Welt, besonders nach Südamerika, verarbeiten. "Irgendwo in Mexiko" beispielsweise, oder "Nu Bello Cardillo", "Brief nach Alaska". Eisbrenner benutzt diese Reisen, um auch einmal einen Blick von "draußen" auf sein seit 15 Jahren größeres Heimatland zu werfen. Und er erkennt die tatsächlichen Probleme dieser Welt, der Minderheiten, der Indianer. Mit seinen Erkenntnissen und seiner Meinung hält er nicht hinterm Berg. Er verpackt sie in Lieder und Geschichten, leistet sich sogar zu singen "Vergiss New York, vergiss Berlin" - angesichts dessen, was er "draußen" sah.

Doch das Leben ist auch schön, oder? So schwanken Eisbrenners Lieder zwischen Melancholie und Fröhlichkeit. Nur wenige deutsche Sänger können das mit ihrer Stimme, ihrem Gesang so schön vermitteln wie er. Oft gehört noch ein verschmitzter Gesichtsausdruck dazu. Als "Felix" Lauschus (am Schlagwerk, Piano und Trompete) nach der Aufforderung, ein "altes Lied" zu spielen, "Kalinka" schmettert, sein langjähriger Partner André Drechsler (Gitarre) "Marmor, Stein und Eisen bricht" für sich entdeckt, tobt das Publikum, das zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht weiß, dass all das zum Vorgeplänkel für den Mackie-Messer-Song gehört. Und dann geht’s richtig ab.

Beinah erstaunlich, dass Eisbrenner seinem erklärten Vorbild Sting so wenig Platz einräumt. Lediglich "Fragile", schon in den Zugaben, interpretiert er zunächst auf Deutsch, mischt ein paar Brocken Englisch hinein, um dann ins Spanische überzugehen. Besonders hier brilliert Gitarrist André Drechsler an seinem Instrument.

Überhaupt passen die drei Musikanten zusammen, wie eine Abtastnadel in die Plattenrille. Als hätten sie nie etwas anderes getan, spielen sie grandios zusammen, ergänzen sich, und dabei hat jeder auch seinen persönlichen Freiraum. Da macht es Spaß zuzuhören, zu fühlen, dabei zu sein. Erst nach zweieinhalb Stunden und mehreren Zugaben ist der Abend zu Ende.

Andreas Weihs

PRESSE - Nordkurier vom 16.1.2006
Zeichen an die Ränder der Welt
Bugewitz (md). Wenn der Beginn eines neuen Jahres Auskunft darüber geben kann, wie die restlichen Monate verlaufen manche Menschen glauben das , dann wird es ein gutes Jahr für den Kulturverein Weitblick. Denn das Neujahrskonzert mit Tino Eisbrenner und dem Essential Acoustic Trio am Freitag im Gasthaus Zum Mühlengraben war mit etwa 200 Gästen sehr gut besucht und bereits der Vorverkauf verlief viel versprechend.
Das mag zum einen daran gelegen haben, dass sich der ein oder andere für das neue Jahr vorgenommen hatte, ein bisschen mehr in Kultur zu machen, möglicherweise aber auch daran, dass Tino Eisbrenner erneut in Bugewitz gastierte. Da wissen die Gäste, was sie für ihr Eintrittsgeld bekommen: Lieder vom Rand der Welt, den Tino Eisbrenner mal in Südamerika verortet, mal in sich selbst und mal in der Vergangenheit, wenn er zum Beispiel über das wohl einzigartige Ambiente des Saales scherzt oder einige wenige Hits seiner ehemaligen Formation Jessica anstimmt.
Und es darf gegenüber den Nachgeborenen mit Fug und Recht behauptet werden, dass es sich dabei tatsächlich um Hits handelt, denn die Stücke funktionieren auch nach Jahrzehnten noch in latein-amerikanisierter Fassung und vermutlich auch dann noch, wenn man sie auf dem Kamm blasen würde. Was Felix Lauschuss durchaus zuzutrauen wäre.
Das zweite Drittel des Essential Acoustik Trio spielt nämlich offensichtlich alles sehr schön, was irgendwie geschlagen, gezupft oder eben geblasen werden kann. Außerdem kann Lauschuss herzergreifend singen. Und falls er tatsächlich mal mit einem Soloprogramm nach Bugewitz kommen sollte, sollten Musikfreunde unbedingt hingehen. Dieser Musiker hat es nicht nur drauf, er hat es auch mal verdient. Schließlich gibt es wirklich Leute, die fanden
irgendwann Die Zöllner mal irgendwie gut, nur weil er dabei war.
Der Dritte im Bunde schließlich, André Drechsler, begleitete das Programm solide auf der Gitarre, hatte aber mittendrin das große Glück, einen Schmetterling zu entdecken, der plötzlich durch das Scheinwerferlicht taumelte. Auch das vielleicht ein Zeichen von Bugewitz an die Ränder der Welt: In Pommernland fliegen nicht nur Maikäfer.
Dass das alles auch ganz hinten ebenso schön gesehen und gehört werden konnte, war einmal mehr Verdienst der Bugewitzer Tontechnik, die gemeinsam mit der Beleuchtung wie immer einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der guten Stimmung im Saal hatte.
PRESSE - Strelitzer Zeitung 10.08.2006
Feuerwerk der Melodien im Schlossgarten


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